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Konzert im Palladium

Def Leppard, satte und eindrucksvolle Hardrockunterhaltung

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Def Leppard, melodische Hardrocker aus England, gaben eines ihrer raren Deutschlandkonzerte im Kölner Palladium. Und boten 100 Minuten satte und starke Musikunterhaltung.

Def Leppard darf man durchaus als eine Art Fels in der Brandung bezeichnen. Ein Fels der Kontinuität in der rauhen und stürmischen Brandung der See des Rockbusiness, welche Bands heran- und wieder hinfortspült, welche Musiker aufsteigen und untergehen lässt. Denn die Briten sind seit 1977 nonstop aktiv, haben in den knapp 40 Jahren kaum Veränderung in der Bandsbesetzung vorgenommen. Seit 23 Jahren schon - viel länger, als manch andere erfolgreiche Band überhaupt existiert - spielen Def Leppard in der jetzigen Besetzung. Und warum? Vivian Campbell weiß die Antwort: "Wir haben ein gemeinsames Ego. Wir gehen stets als Band miteinander ins Rennen und wissen, dass der Erfolg Def Leppards einzig und alleine den Songs als Band geschuldet ist und nicht den einzelnen Mitgliedern." Keine Extratouren also, die Einfluss auf die Band haben, stellte der Gitarrist im Interview mit koeln.de klar.

In Deutschland allerdings machen sich Def Leppard, die in den USA riesige Erfolge feiern und ausufernde Tourneen geben, nach ihrem Durchbruch mit den Alben "Pyromania" und "Hysteria" in den 80ern eher rar. Da ist eine solche Konzertreise wie 2015, eine mit drei Auftritten in größeren Hallen, keineswegs an der Tagesordnung. Allerdings ein gefundenes Fressen für alte Hardrockfans, welche mit solch melodisch-rauhen Rockklängen wie "Rock of Ages",  "Let's get rocked" oder den US-marktnahen Stadionrockern und Balladen "Pour some Sugar on me" oder "Love Bites" einiges anfangen kann. Und das auf die Erfahrung Def Leppards baut: "Das deutsche Publikum hat einen musikalischen Anspruch: es erwartet, dass die Band auch live genau das bringt, was sie auf ihren Alben zeigt. Wir rühmen uns, live genauso gut zu sein wie auf Platte. Und das ohne jede technische Hilfe oder gar Unterstützung vom Band", lehnte sich Campbell aus dem Fenster.

Bildergalerie: Def Leppard im Kölner Palladium

Den Mund keineswegs zu voll genommen

Und, was soll man sagen? Campbell hat vor der Tour im Interview den Mund wirklich nicht zu voll genommen. Denn das, was die Jungs um Sänger Joe Elliot den etwa 3.000 Fans im Kölner Palladium servierten, war beste Rockunterhaltung. Ausgefeilte Bühnenshow, aufwändige Licht- und Videopräsentation, nahezu perfekter Sound - das war wirklich außergewöhnlich für eine Hardrockband. Da ist es einem als Konzertbesucher dann schon fast egal, wie man als Musikliebhaber zu manchen doch sehr chart- und mainstreamlastigen Songs der Band steht. Man hat deutlich gesehen und gehört, dass Def Leppard ihre Liveerfahrung auf dem US-Konzertmarkt über die Jahre hinweg sammelten. Dort reicht es eben nicht, nur schön zu musizieren, da muss das Gesamtbild des Konzertes stimmen. Das hat es im Palladium in der Tat.

Während des Bass von Rick Savage und das Schlagzeug von Rick Allen die Fankörper heftig vibrieren ließen, lag über dem satten Rhythmus die gute Gitarrenarbeit Campbells und Phil Collens. Visuell wurde man enorm beeindruckt durch drei LED-Wände, die entweder einzeln oder im Ensemble mit Grafikeffekten, Bewegtbildszenen und Musikergroßaufnahmen bespielt wurden. Manchmal etwas zu heftig. Da war es zwischendurch schön, dass während des Songs "Hysteria" Szenen aus der Bandhistorie sentimentale Gefühle bei vielen der Zuschauer aufkommen ließen. Kaum verwunderlich, dass so etwas dem Publikum auch gleich mal einen Sonderapplaus wert war. Die 100 Minuten Def-Leppard-Konzert im Palladium durfte man getrost als satte Konzertunterhaltung des Hardrocks bezeichnen - das saß! (Foto: Helmut Löwe)

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