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Bullet for my Valentine

Waliser Hartmetall auf die schnelle Tour

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Hartmetall aus Wales, das ist das Geschäft von Bullet for my Valentine. Auf ihrer laufenden Tour machte die Band halt im Kölner Palladium - und lieferte Durchwachsenes im Eiltempo ab.

Ihr aktuelles Album heißt zwar "Temper Temper", was der Übersetzung nach zur Mäßigung aufruft, doch die Musik von Bullet for my Valentine ist nichts für gemäßigte Musikfreunde. Sondern eher etwas für die härtere Fraktion. Als melodischer Metalcore mit sanfteren Einsprenklern lässt sich der Stil der vier Waliser wohl am besten beschreiben. Und genau jene Nummer brachten Bullet for my Valentine auf ihrem Tourabstecher im Kölner Palladium am Montagabend auf die Bühne.

Kein ganz leichtes Spiel hatten Sänger und Gitarrist Matthew Tuck und seine drei Mitstreiter, nachdem die Düsseldorfer Callejon mit so richtig derbem Metalcore und deutschen Texten die etwa 2.800 Zuschauer ordentlich auf Tour brachten. Zwar schallte als Intro um 21:30 Uhr "O Fortuna" aus Carl Orffs "Carmina Burana" aus den Lautsprechern, doch war dieses Mal Nomen nicht gleich Omen: im Laufe des Konzertes war das Glück Bullet for my Valentine nicht immer hold.

Längere Pausen im Bühnendunkel

Der Einstieg gelang mit einem brandneuen "Raising Hell" vom kommenden Album sowie den ziemlich flotten "Scream Aim Fire" und "Your Betrayal" noch wirklich ziemlich krachig, schnell und mitreißend. Doch im Folgenden streute das Quartett zwischen den Songs immer mal wieder längere Pausen im Bühnendunkel ein, welche das Feuer in die hinteren Reihen der Halle hinein nur sehr schleppend überspringen ließ.

Bei Tucker, der für den klaren Gesang zuständig war, während Bassist Jason James das dunklere und böse Growling übernahm, offenbarten sich allzu deutlich gesangliche Mängel. Im Studio ist so etwas ja kein Problem für einen Sänger, doch live, ohne Netz und doppelten Boden, gerät man halt schnell auf dünnes Eis. Zum Glück war es ja auch im Palladium nicht so, dass Fans von gitarrenlastigem Gebrettere auf die ganz hohe Gesangskunst abfahren.

Dass trotz einiger Unzulänglichkeiten die Begeisterung bei vielen im Publikum groß war, konnte man den Crowdsurfern zuhauf oder den hundertfach nach oben gereckten Armen entnehmen. Und wenn man Frontmann Tuck Glauben schenken durfte, war der mit gerade einmal 80 Minuten Dauer zeitlich sehr knappe Auftritt im Palladium "eines der besten Konzerte seit langem".

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