• Home
  • So, 4. Dez. 2016
  • Stadtplan
  • cologne.de
  • Branchen
  • KoelnMail
  • Experten

Hardcore in Ehrenfeld

Bei Pennywise ging's drunter und drüber

Bierbecher, die hin und her fliegen, Fans, die vom Bühnenrand bis in die hinteren Reihen hinein durcheinander stürzen: Ein Pennywise-Konzert ist keine Konfirmandenstunde. Beim Konzert der US-Hardcoretruppe ging es am Mittwochabend in der Live Music Hall ordentlich und laut zur Sache.

Von Helmut Löwe

Unbedarfte denken an Surfergirls, Wellen und Sandstrand, wenn sie von Hermosa Beach, Kalifornien hören. Okay - so was gibt es auch in dem Küstenstädtchen im Großraum Los Angeles. Doch aus Hermosa Beach kommt ebenso ziemlich wilder, lauter und ungestümer Punk und Hardcore in Form von Pennywise. Und genau jene Band wurde am Mittwochabend in der Live Music Hall von gut 1.000 Fans begeistert gefeiert.

Kaum dass das erste Gitarrenriff aus den Boxen schallte, ging es auch schon drunter und drüber in der alten Fabrikhalle in Ehrenfeld - vor der Bühne sprangen und pogten die Fans, stürzten durcheinander. Wer weiter hinten stand, bekam zwar nicht unbedingt die Ellenbogen des umhertobenden Nachbarn ins Kreuz oder wurde von seinem Nebenmann freundschaftlich in den Schwitzkasten genommen, schweißgebadet war er in der springenden Menge dennoch. Der Aufforderung von Sänger Zoli Teglas, die Hände in die Luft zu recken und ordentlich abzufeiern, kam das Publikum nur liebend gerne und dauerhaft nach.

Mehr als ein Ersatz

Apropos Teglas: Wer den neuen Pennywise-Sänger erst einmal kritisch beäugen wollte, stellte sofort fest, dass dieser die Lücke nach dem plötzlichen Ausstieg des jahrelangen Frontmannes Jim Lindberg im Jahre 2009 perfekt ausfüllte. Ein durchdringendes Organ, kraftvoll und sicher bei Stimme und immer in Bewegung - genau so, wie es der geneigte Punkfan auch schon von der Formation Ignite kennt, in der Teglas ebenfalls zum Mikro greift. Zusammen mit Gitarrist Fletcher Dragge bildete er eine kongeniale Bühneneinheit, die das Publikum ein ums andere Mal zu Höchstleistungen anspornte.

Obwohl die verbalen Offensiven Teglas' und Dragges kaum nötig als Stimmungsmacher gewesen wären - die schnellen, krachigen und ungestümen Songs, überwiegend Titel aus den 90er Jahren, machten genug Dampf. So manch einer wäre da sicher froh gewesen, einen der Bierbecher zu ergattern, die Teglas und Dragge zwischen die Fans warfen. Selbst dann, wenn die "Geschosse" mehr einer Alkoholdusche denn einem Durstlöscher glichen. Aber wer Bierbecher auf die Bühne wirft, darf sich nicht wundern, wenn seine Attacke gekontert wird. Bier im Gesicht hin oder her - nachdem die "Bro Hymn" verklungen war, mit der am Ende eines jeden Pennywise-Konzertes lautstark dem im Jahre 1996 verstorbenen Bassisten Jason Thirsk gedacht wird, strahlten alle Besucher müde, aber zufrieden.

Mehr Musik in Köln

callejon140210_hl_7958_145.jpg

Konzerthallen

Die Kölner Konzerthallen in der Übersicht.  mehr

acdc150619_hl-27_145.jpg

Musiknews

Berichte über Bands, Musiker und Konzerte in Köln.  mehr

konzertticket_bonjovi_145.jpg

Tickets

Eintrittskarten und Tickets für Konzerte bestellen.  mehr

Onlinespiele

hex-puzzle-225.jpg
Ganz schön knifflig: Platzieren Sie die Sechseck-Elemente so, dass möglichst viele auf das Spielfeld passen.  Jetzt spielen!
smartybubbles-225.jpg
Schießen Sie Ihre Luftblasen auf mindestens zwei Blasen mit der gleichen Farbe und bringen Sie diese so zum Platzen. Achtung! Suchtgefahr!   Jetzt spielen!
mahjong-600.jpg
Mahjong op kölsch - können Sie alle Steine entfernen?  Mahjong spielen