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Depeche Mode live

Wenn 15.000 die Stille lautstark und enthusiatisch genießen

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Im Sommer zweimal Düsseldorf, jetzt endlich Köln: Depeche Mode legten bei ihrem ersten von neun Deutschlandkonzerten in der Lanxess-Arena einen satten Start hin. 15.000 Fans feierten die Band und ein gelungenes Konzert.

Zwölf Jahre sind beinahe schon eine Ewigkeit für Fans. Und zwölf lange Jahre hat es gedauert, bis Depeche Mode das Sehnen ihrer Fans in Köln erhörten, endlich einmal wieder in ihrer Stadt auftraten. Etwas anderes, als am 21. November einen Abstecher in die Lanxess-Arena zu machen, wäre wohl auch ein Affront von Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher gewesen - standen sie im Sommer 2013 doch bereits in Düsseldorf auf der Bühne, das sogar zweimal.

Nun aber hat wohl die liebe Seele der Kölner Fans erst einmal etwas Ruhe, war doch der Kölner Auftritt der erste der Hallenwintertour Depeche Modes in Deutschland. Außerdem ein ausgesprochen erfolgreicher zugleich: 15.000 Fans sahen und hörten ein überzeugendes Konzert der Synthiepoprockpioniere gleich in mehrfacher Hinsicht: Lange Spielzeit von zwei Stunden, überraschend guter Sound, grandiose Stimmung in der Halle und eine sehr gut aufgelegte Band mit einem hyperaktiven Frontmann.

Ein Frontmann wie aufgezogen

Gahan wirkte wie ein bis zum Anschlag aufgezogenes Stofftier, ununterbrochen tigerte der 51-Jährig hin und her über die Bühne. Zu Beginn noch mit schwarzem Sakko bekleidet, entledigte er sich peu a peu seiner Oberbekleidung, um zum Ende hin mit nacktem Oberkörper eines Eintänzers gleich über den Bühnenboden zu wirbeln. Ab und an durchbrach er sogar seine bis ins letzte Detail durchchoreographiert wirkenden Aktivitäten, kam nicht umhin, sich diebisch über die Begeisterung unter den Fans zu freuen, Kusshände ins Publikum zu werfen.

Neben ihm agierten die weiteren Protagonisten zwar statisch - wie man es als Fan kaum anders gewohnt ist - aber der guten Laune bei Gore, Fletcher und den beiden Mitmusikern Christian Eigner am Schlagzeug und Peter Gordeno an den Keyboards und am Bass tat dies keinerlei Abbruch: Auch ihren Gesichtern war ein deutliches Zeichen großer Zufriedenheit zu entnehmen. Alles andere wäre sicherlich auch schwierig zu begreifen gewesen, war das Konzert Depeche Modes doch irgendwie wie eine gigantische Familienparty, bei der keiner zu kurz kommt.

Ein Meer aus Armen und Händen

Vielfach gab Gahan den Fans die Chance, den Refrain bei Songs wie "A Question of Time" oder "Enjoy the Silence" zu übernehmen. Diese nahmen sein Angebot dankbar an, sangen sich schier die Lunge aus dem Leib - vorbei war's mit der Stille. Und ließen sich immer wieder bereitwillig vom Magier der Massen mit nacktem Oberkörper dirigieren, bis die Arena wie ein Meer aus winkenden und klatschenden Händen und Armen wirkte. "Die Stimmung war so mit das Beste, was ich bisher erleben durfte. Datt jitt et nur in Kölle!", ging am Donnerstagabend als Meinung eines Einzelnen getrost als Meinung wohl Aller durch.

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