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Leistungsshow der freien Musikszene am 17. September

Kölner Musiknacht: 300 Musiker, 69 Konzerte, 18 Spielorte

Alte und Neue Musik, Jazz, Weltmusik, Chansons, dargeboten von 300 Musikerinnen und Musikern in sechs Stunden, 69 Konzerten und an 18 Spielorten – das ist die 12. Kölner Musiknacht am 17. September: Ein praller und vielfältiger Überblick über die freie Kölner Musikszene, deren Vertreter außerhalb der Stadt oft bekannter sind als hier.

2005 als „Hilferuf“ von der Szene selbst ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit auf fehlende Probe- und Aufführungsräume und niedrige Gagen aufmerksam zu machen, ist daraus inzwischen ein wichtiges und bundesweit einmaliges Ereignis geworden. Im Stundentakt beginnen ab 18 Uhr die Konzerte, keines länger als 45 Minuten. So bleibt genug Zeit, einen Ortswechsel zu begehen. Wer will, kann auch sitzen bleiben und wechselnde Musik an einem Ort genießen.

Tickets für die Musiknacht online bestellen

Der Veranstalter, die Initiative Freie Musik Köln (IFM), hat aus ihren rund 600 Mitgliedern ausgesucht, wer auftreten darf. Versteht sich, dass da offiziell keine (Geheim-)Tipps gegeben werden. Wohl aber werden vier „Touren“ mit maximal sechs Konzerten vorgeschlagen. Eine bietet „Musik in Kirchenräumen“, eine „Weltmusik und Chansons“, die dritte „Klassik und Romantik am frühen Abend“.

Überraschendes „Jenseits gewohnter Pfade“ listet die vierte Tour mit Jazz und Improvisierter Musik auf. Darunter auch ein Konzert mit Carl Ludwig Hübsch und seiner „spatialisierten“ Tuba: ein Klangspiel mit dem Raum des Kubus (zwischen Zentralbibliothek und VHS), der erstmals als Spielort dabei ist. Und das einzige Konzert, das – wegen der aufwändigen Inszenierung – wiederholt wird. In WDR 3 werden alle Konzerte aus dem Funkhaus übertragen.

Neu ist die Vorstellung eines einzelnen Musikprojekts: in diesem Fall die Mitsing-Kneipe „Singender Holunder“. Premiere feiert auch ein Mitmach-Projekt mit Kindern und Jugendlichen, die in den vergangenen Wochen einen Film mit Musikern über deren Proben gedreht haben. Zu sehen ab 17 Uhr im Kölnischen Kunstverein. Und schon um 10 Uhr beginnt im VHS-Studienhaus das Mitmach-Hörspiel „Quaddel und die Meierlinge“.

Erstmals angeboten wird für 10 Euro ein Einzelticket, das nur für ein Konzert gilt. Das „Dauerticket“, das – ohne Sitzplatzanspruch – zum Eintritt in alle Konzerte berechtigt, kostet 20 Euro, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um zwei Euro. Ein Kombiticket mit der Kölner theaternacht 2016 (1. Oktober) gibt’s für 33 Euro. Der Gesamtetat für die „Musiknacht“ beläuft sich auf 83.000 Euro, die Stadt steuert dazu 21.000 Euro bei. (js)

Weitere Informationen: www.koelner-musiknacht.de

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