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Alternativerock in der Werkstatt

Kölner Band "Geist" mit Konzert-Heimspiel

Von Helmut Löwe

So richtig zufrieden sind sie selbst nicht mit dem Vergleich. Dem mit solchen Rockgrößen wie "Pearl Jam" oder "Tool", der in den Medien gerne angestellt wird, um den Stil der Kölner Alternative-Rockband "Geist" zu beschreiben. Doch liegt man, wenn man die Musik der vierköpfigen Truppe auch nur annähernd in Worte fassen will, gar nicht so falsch, "Geist" in eine ähnliche Schublade wie die der beliebten und bekannten amerikanischen Bands zu stecken. Denn was Geist musikalisch abliefern, hält einem solchen Vergleich durchaus stand. Davon kann sich jeder überzeugen, der am 19. Dezember den Weg in die Ehrenfelder Werkstatt macht um das Weihnachtskonzert von "Geist" zu sehen und zu hören.

Mit dem Schubladendenken von Musikredakteuren oder auch Fans hat sich "Geist"-Schlagzeuger Marc Lauber mittlerweile abgefunden: "Da hat man als Band wenig Einfluss drauf. Schließlich muss man das, was an neuen Bands kommt, einordnen. Irgendwo muss man sich ja wiederfinden". Und als Newcomer - bislang haben Geist mit ihrem Debüt "Für alle Zeit", erschienen 2007 bei Danse Macabre, ein Album veröffentlicht - ist es auch Gitarrist Tim Born lieber, dass "uns jemand mit Bands vergleicht, die ich persönlich gut finde". Allerdings trumpfen Geist mit einer Besonderheit im Gegensatz zu anderen "Pearl Jam" oder "Tool"-Epigonen auf: die Songs haben deutsche Texte - und keineswegs sehr eingängige.

Zwar hat Sänger Fares Rahmun Anfangs auf Englisch herumexperimentiert - satter Rock mit Einflüssen aus der Prog-Ecke mit kräftigen und metallastigen Gitarren haben ihre Heimat nun Mal in der angloamerikanischen Musikszene -, doch dies bald sein lassen. "Auf Deutsch funktioniert es einfach besser. Texte schreiben, Gedanken notieren ist schon schwer genug - warum also noch auf Englisch, welches nicht meine Muttersprache ist?", so Rahmun zur Geist'schen Besonderheit, die man beinahe schon als eine Einmaligkeit unter deutschen Bands sehen kann.

Jammen für das Zweitwerk

Während des Sommers verbrachten die vier Musiker viel Zeit in ihrem Probenraum im Kölner Stadtteil Ehrenfeld, um an ihrem Nachfolgealbum zu "Für alle Zeit" zu arbeiten. Ein Großteil der neuen Titel ist zwar bereits fertig, doch ist das Songwriting für die Musiker, die alle einem festen Job neben ihrer Musik nachgehen, nichts, was man mal eben aus dem Ärmel schüttelt. Denn neue Titel entstehen nicht Note nach Note mit Stift und Papier, sondern durch gemeinsames Proben: "Normalerweise jammen wir zusammen und nehmen dabei alles auf. Nach einer Dreiviertelstunde sind dann unter Umständen fünf Minuten dabei, in denen 'etwas passiert'. Und diese Momente sind es, die wir versuchen, zu Songs zu verarbeiten", beschreibt Born das Ackern im Probenraum.

Wann das neue Album erscheinen wird, steht noch nicht fest - die Studioaufnahmen sollen noch 2008 ihr Ende finden. Allerdings verspricht die Band, dass einige der neuen Titel auf dem Weihnachtskonzert in der Werkstatt zu hören sein werden. "Wir werden in jedem Fall was Neues ausprobiern. Mal sehen,wie es sich auf der Bühne anfühlt", so Rahmun zum Gedanken, neue Songs vor Erscheinen der neuen Scheibe live zu Gehör zu bringen.

Die Zuschauer in der Werkstatt würden den Vorgeschmack auf das Album Nummer Zwei wohl in jedem Falle honorieren, denn bislang unveröffentliche Titel zu hören, ist für jeden Musikfreund immer etwas Besonderes. Und auch für "Geist" selbst wird der Auftritt in der Stadt, in der sie leben, "in jedem Falle etwas Besonderes", so Bassist Oliver Rattay: "Hier kommen auch unsere Freunde zum Konzert - und vor Freunden zu spielen ist schon aufregender als vor fremdem Publikum". Das "Heimspiel" am Grüner Weg in Ehrenfeld beginnt um 20 Uhr. Mit von der Partie sind "Samavayo".

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