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Veranstaltungsreigen geplant

Köln feiert Heinrich Bölls 100. Geburtstag

Am 21. Dezember dieses Jahres hätte Heinrich Böll (1917-1985) seinen 100. Geburtstag. Zum Jubiläumsfest erhöht die Stadt das Preisgeld für den nach ihm benannten Literaturpreis um 10.000 auf 30.000 Euro – „auf Dauer“, betonte Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach, als sie am Donnerstag das offizielle Programm für den Literaturnobelpreisträger und Kölner Ehrenbürger vorstellte.

Verliehen wird der städtische Literaturpreis im Zweijahresrhythmus seit 1980, seit 1985 trägt er den Namen von Heinrich Böll. Wer ihn in diesem Jahr 24. November erhalten wird, steht noch nicht fest. Einen Tag später werden sechs ehemalige Preisträger – darunter Jürgen Becker und Eva Menasse – eigene Texte vortragen, die sich mit ihrem Schriftstellerkollegen auseinandersetzen.

Begonnen hatte der Jubiläums-Veranstaltungsreigen schon im Februar mit der Premiere von „Ansichten eines Clowns“, einem Schauspiel nach Bölls gleichnamigen Roman. Von den Kritikern hochgelobt, sind die nächsten Aufführungen schon alle ausverkauft. Doch Schauspiel-Chef Stefan Bachmann versprach, das Stück auch in die nächste Spielzeit zu übernehmen.

Umfangreiches Programm

Seine Opernkollegin zieht im Dezember nach. Dann hat das Auftragswerk mit dem Arbeitstitel „... zu weit gehen (Der Engel schweigt)“ Premiere: ein instrumentales audio-visuelles Werk für 16 Instrumentalisten, 3 Sängerinnen und 25 Kinder und Jugendliche. In etwa 80 Minuten will Komponist Helmut Oehring (Libretto: Stefanie Wördemann) die Bedeutung Bölls auch für die heutige Zeit reflektieren.

Im Hänneschen-Theater wird am 30. April im Rahmen einer Lesung und eines Gesprächs das Böll gewidmete Buch „Freipass, Band 2“ vorgestellt. Ihm liegen zwei CDs mit den Reden von Böll und Günter Grass bei, dies sie bei der Überreichung der Literaturnobelpreise hielten.

Die Stadtbibliothek wird sich in der zweiten Jahreshälfte in einer Ausstellung mit den „bildkünstlerischen Aspekten“ in Bölls Werk beschäftigen. Außerdem wird hier der 5. Band der Schriftenreihe „lik“ des Heinrich-Böll- und des LiK-Archivs vorgestellt, im Oktober dann ein bislang unbekanntes Kriegstagebuch. Besonders stolz ist Bibliotheks-Direktorin Hannelore Vogt auf das „Junge Buch für die Stadt“, in dem der Zeichner Emile Bravo die Böll-Novelle in einen Comic umgesetzt hat.

Das Museum Ludwig schließlich zeigt ab September nicht nur die Fotobücher etwa von Chargesheimer, zu denen Böll die Texte schrieb, es zeigt auch zahlreiche Porträts, die prominente Fotografen von ihm machten, und geht der Frage nach, welche Rolle Fotos für Böll und seine Arbeit spielten.

Ein Programm so ganz zur Zufriedenheit von Böll-Sohn René. Der freut sich, dass das Bild seines Vaters wieder zurecht gerückt wird. Nicht nur das des politisch Engagierten – „er würde sich auch heute wieder glaubwürdig und ohne Lagerdenken einmischen“ –, sondern vor allem als Schriftsteller: Es sei ein absurdes Urteil, seine Werke als gutgemeint, aber sprachlich minderbemittelt zu werten. Im Gegenteil: Heute herrsche ein erfahrungsarmer Naturalismus in der deutschen Literatur vor.

Der Sprache des Schriftstellers widmet sich am 31. Mai eine Veranstaltung im Käthe-Kollwitz-Museum: Die Schauspielerin Anja Lais liest Texte aus der Frankfurter Poetik-Vorlesung, in der Böll sein künstlerisches Credo entwickelt, sowie aus der zentralen Passage des Romans „Billard um halb zehn“. Die Viola-Sonate „...an den Gesang eines Engels“ von Bölls Freund Bernd Alois Zimmermann schließt die Lesung ab.

Weitere Informationen: www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/100-geburtstag-von-heinrich-boell. Die weltweiten Veranstaltungen der Heinrich-Böll-Stiftung: www.boell100.com

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