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Der Kinofilm der Woche

Tintenherz

Meggie Folchart lebt mit ihrem Vater Mo, der Bücher restauriert, in einem alten Haus. Eines Nachts warnt ein unheimlicher Gast ihn vor jemandem namens Capricorn. Überstürzt flüchtet Mo daraufhin mit Meggie zu ihrer Tante Elinor und ihrer kostbaren Bibliothek. Meggie erfährt von Zauberzunge, der Buchfiguren real werden lassen kann...

Berlin (ddp). Bestsellerautorin Cornelia Funke hat sich zum 50. Geburtstag am Mittwoch (10. Dezember) quasi selbst ein üppiges Geschenk gemacht. Einen Tag danach läuft in den deutschen Kinos die Verfilmung ihres märchenhaften Romans «Tintenherz» (2003) an, dem ersten Teil der weltweit erfolgreichen «Tintenwelt»-Trilogie. Schließlich hat sie die rund 60 Millionen Dollar schwere Produktion des Hollywood-Studios New Line («Der Herr der Ringe») mitproduziert. Der britische Regisseur Iain Softley hat die Story über die magische Kraft des Bücherlesens mit Stars wie Brendan Fraser und Helen Mirren zu einem tempo- und actionreichen Fantasy-Spektakel verarbeitet.

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Der Buchbinder Mortimer, kurz Mo (Brendan Fraser), verfügt über eine außergewöhnliche Gabe. Er kann beim lauten Vorlesen Figuren aus Büchern zum Leben erwecken. Der Nachteil: Im Gegenzug verschwindet ein realer Mensch in der literarischen Welt. Genau das ist vor neun Jahren passiert. Als Mo seiner dreijährigen Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) aus dem Buch «Tintenherz» vorlas, entsprangen der Bösewicht Capricorn (Andy Serkis) und seine dunklen Gesellen den Seiten, während Mos Frau Resa (Sienna Guillory) in die mittelalterliche Tintenwelt gesogen wurde.

Nach jahrelanger vergeblicher Suche nach einem weiteren Exemplar des «Tintenherz»-Buches findet Mo in einem Schweizer Antiquariat endlich das ersehnte Stück. Mit Hilfe des Buches möchte Mo die Verschwundene befreien, doch der Plan wird von Capricorn vereitelt, der Meggie in ein ligurisches Bergdorf entführen lässt. Als der Schurke entdeckt, dass auch das Mädchen die Zauberzungen-Fähigkeit geerbt hat, verlangt er, dass sie seinen mächtigsten Verbündeten, den schrecklichen «Schatten», zum Leben erweckt. In seiner Not bittet Mo eine bunte Truppe von Gestalten aus der realen Welt und dem Zauberreich um Hilfe.

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Ob die Hoffnungen der «Tintenherz»-Fans auf eine faszinierende Film-Fantasiewelt erfüllt werden, erscheint zweifelhaft. Mit Hilfe vorzüglicher Tricktechniker hat das Team um Softley zwar jede Menge Fabelwesen und Monster erschaffen, doch dabei ist ein beträchtlicher Teil der Buchmagie ist auf der Strecke geblieben: Die einfühlsamen Szenen und literarischen Nuancen des Romans wurden im Film zugunsten des Augenkitzels reduziert: Tempo, Action und Spannung gehen vor. Und der Schluss wurde zu einem plakativen Happy End gemildert.

Immerhin sind die Filmemacher auf die visuell frappierende Idee gekommen, Capricorns Schwarzhemdenbande mit tätowierten Buchstaben in den Gesichtern zu verzieren, was diesen nicht nur ein verwegenes Aussehen gibt, sondern auch ihre Herkunft aus der Tintenwelt symbolisiert. Außerdem avanciert Paul Bettany in der Rolle des tragisch umflorten Feuerjongleurs Staubfinger zu einer sympathischen Hauptfigur, die Fraser fast das Wasser abgräbt.

Natürlich musste die umfangreiche Story des Buchs gerafft werden, sodass manche Figuren und Erzählstränge im Film fehlen. Das werden die Liebhaber der «Tintenwelt»-Trilogie wohl verschmerzen. Ärgerlich aber ist, dass David Lindsay-Abaire einen gravierenden Logikfehler ins Drehbuch geschrieben hat: Wenn «Zauberzungen» wie Mo oder Meggie beim spektakulären Showdown eine Geschichte einfach umschreiben können, warum haben sie dann das Problem Capricorn nicht schon vor Jahren erledigt und Reza befreit? (Szenenbilder: © 2007 Warner Bros. Ent.)

Fantasyfilm, USA/Großbritannien/Deutschland 2008
Regie: Iain Softley
Darsteller: Brendan Fraser, Paul Bettany, Helen Mirren, Andy Serkis, Eliza Bennett u. a.106 Minuten

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