Film der Woche
Lieber Verliebt
Berlin (ddp). Mit romantischen Komödien macht Hollywood nach wie vor gerne und oft Kasse. Ein bevorzugte Konstellation ist dabei neuerdings die Liaison zwischen einer attraktiven Frau über 40 und einem deutlich jüngeren Liebhaber.
"Lieber verliebt" in unserem CineChannel
Erst vor kurzem lachte sich Sandra
Bullock als Karrierefrau in "Selbst ist die Braut" Ryan Reynolds als
deutlich jüngeren Bräutigam an. Nun spielt der US-Regisseur Bart
Freundlich, der mit der neun Jahre älteren Julianne Moore verheiratet
ist, in seiner konventionellen Romantikkomödie "Lieber verliebt" eine
ähnliche Beziehung durch.
Die etwa 40-jährige Hausfrau Sandy (Catherine Zeta-Jones) hat gerade ihren untreuen Gatten verlassen und ist mit ihren zwei Kindern aus der Vorstadt nach New York gezogen.
Dort trifft sie in einem Café den 25-jährigen College-Absolventen Aram (Justin Bartha), der seiner gescheiterten Blitzehe mit einer Französin nachtrauert, die ihn nur wegen der Green Card geheiratet hatte. Im Handumdrehen findet die clevere Sandy ein Appartment und einen Job bei einem Sportfernsehsender. Jetzt braucht sie nur noch einen Babysitter, der tagsüber auf die Kinder aufpasst.
Da der smarte
Kellner gut mit Kindern umgehen kann, engagiert sie ihn. Aram erweist
sich als fürsorglicher Betreuer, der sich zunehmend liebevoll auch um
die sexy Mutter kümmert. Wegen des Altersunterschieds zögert Sandy
zunächst, erliegt dann aber doch seinem jungenhaften Charme.
Die New Yorker Beziehungskomödien von Woody Allen, aber auch der Klassiker "Die Reifeprüfung", standen offenkundig Pate bei Bart Freundlichs Versuch, die Irrungen und Wirrungen moderner Metropolen-Singles in amüsante Szenen zu packen.
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Nachdem Bartha schon in "Liebe ist Nervensache" mit Freundlich zusammen gearbeitet hatte, vertraute dieser Bartha nun die Hauptrolle an. Der 1978 geborene Darsteller, der zuletzt als abgetauchter Bräutigam im Kinohit "Hangover" zu sehen war, bildet mit der komödienerfahrenen Catherine Zeta-Jones, die wiederum mit dem wesentlichen älteren Michael Douglas verheiratet ist, ein Paar, bei dem die Funken in der Tat überspringen.
Gelingen Freundlich in der Exposition und der Annäherungsphase des
ungleichen Paares einige witzige Einfälle, so nimmt er umso mehr
Zuflucht bei plakativen Gags und Klischeevorstellungen, je weiter die
Komödie fortschreitet. Der Humorfaktor von Kindern, die sich
übergeben oder ihre Mutter beim Sex ertappen, hält sich jedoch in
Grenzen.
Zu vorhersehbar und formelhaft knüpft Freundlich die Handlungsfäden. Genauso bieder kommt dann die finale Auflösung daher. Auch an die pointierten Dialoge und die differenzierte Charakterzeichnung in der themenverwandten Großstadt-Burleske "Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie" (2003) von Ben Younger über eine Romanze einer 37-Jährigen mit einem 14 Jahre jüngeren Mann kommt Freundlichs Komödie nicht heran. Das ist schade, denn aus dem Stoff hätte man mehr machen können.
Komödie, USA 2009
Regie:
Bart Freundlich
Darsteller: Catherine Zeta-Jones, Justin Bartha,
Kelly Gould
95 Minuten
Ab 6 Jahren
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"Lieber verliebt" in den Kölner Kinos
"Lieber verliebt" in Bonner Kinos
Weitere Neustarts
(Erstellt am 29. Dezember 2009 - 11:34 Uhr; aktualisiert 30. Dezember 2009 - 11:01 Uhr)
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