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Film der Woche

Knowing - Die Zukunft endet jetzt

Berlin (ddp). Im Kino herrscht Endzeitstimmung: Von M. Night Shyamalans "The Happening" über Scott Derricksons "Der Tag an dem die Erde stillstand" bis zu demnächst Roland Emmerichs "2012" reichen die spektakulären Untergangsszenarien, die Hollywood zu bieten hat. In diese Reihe fügt sich nun auch "Knowing" von Alex Proyas ein. Der griechischstämmige Filmemacher bewies sich bereits mit seinen Science-Fiction-Blockbustern "Crow - Die Krähe" und "I, Robot" als ein Regisseur, der innovative Bildwelten zu entwickeln weiß.

"Knowing" in unserem WebTV-Kinomagazin

Mit "Knowing" stand Proyas offenbar etwas Tiefgründigeres als allein ein optisch eindrucksvolles Spektakel im Sinn. " 'Knowing' soll ein Katastrophenfilm sein, der seinem Namen auch alle Ehre macht und am Ende nicht feige kneift", sagte er in einem Interview. Noch wichtiger aber sei es ihm gewesen, mit den letzten Szenen des zweistündigen Films Hoffnung zu verbreiten. Wie er dies zu lösen glaubt, nachdem er zuvor die Erde durch einen Sonnensturm allen Lebens beraubt hat, sei an dieser Stelle nicht verraten, aber es sind definitiv die enttäuschendsten Szenen des Films.

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Vielversprechend hingegen ist das Ausgangsszenario. Zur Eröffnungsfeier einer Grundschule in Massachusetts malen im Jahr 1959 Kinder ihre Visionen von der Zukunft in 50 Jahren. Zur Jubiläumsfeier 2009 wird die Zeitkapsel mit den Zeichnungen wieder hervorgeholt. Der Astrophysiker John Koestler (Nicolas Cage) gerät durch seinen Sohn Caleb (der neunjährige Chandler Canterbury aus "Der seltsame Fall des Benjamin Button") an eine mysteriöse, befremdliche Nachricht aus dieser Zeitkapsel.


Ein Schulmädchen schrieb damals eine zunächst sinnlos erscheinende Zahlenkolonne nieder, die sich aber als präzise Vorhersage der größten Katastrophen der vergangenen 50 Jahre entpuppt. Drei weitere Unglücke prognostiziert das Dokument noch, alle treten wie vorhergesagt ein. Die letzte Prophezeiung kündet schließlich vom Untergang der Menschheit.
Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, macht Koestler die Tochter jenes längst gestorbenen Mädchens ausfindig, das die geheimnisvolle Zahlenkolonne einst niederschrieb. Nur widerwillig lässt sich Diana Wayland (Rose Byrne, "28 Weeks Later") indes darauf ein, über ihre Mutter zu sprechen.


Proyas versucht in "Knowing", gleich eine Reihe Genres miteinander zu verbinden. So liefert er actionreiche Szenen mit beachtlichen Schauwerten: Mal stürzt ein Flugzeug direkt vor den Füßen Koestlers ab, dann wird er Augenzeuge eines U-Bahn-Unglücks. Gleichzeitig baut die Story auf unterschiedliche Science-Fiction- und Mysteryelemente. Koestlers Sohn beginnt Stimmen von "Flüstermännern" zu hören, die immer wieder im nächtlichen Dunkel auftauchen: bleiche Gestalten in langen, schwarzen Mänteln mit merkwürdig blondierten Haaren.


Drehbuchautor Ryne Douglas Pearson, von dem die Idee zu "Knowing" stammt, bedient sich genüsslich an den durch "Akte X" bekannten Zutaten. Nicht weniger Platz nimmt allerdings auch John Koestlers privates Drama ein. Er ertränkt den Kummer um den Tod seiner Frau in Whisky und hadert mit seiner Familie. So recht wollen sich die diversen Versatzstücke nicht zusammenfügen. Durch das eingeflochtene, eher kitschige Familiendrama wird immer wieder die Spannung ausgebremst. Damit gerät der Weltuntergang schließlich zu einer eher müden und langatmigen Veranstaltung.


Mysterythriller, USA 2009,
Regie: Alex Proyas
Darsteller: Nicolas Cage, Chandler
Canterbury, Rose Byrne
115 Min.

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