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Der Kinofilm der Woche

James Bond 007: Ein Quantum Trost

Berlin (ddp). Vor zwei Jahren war Daniel Craig für viele Kritiker noch ein mittelmäßiger Schauspieler, der angeblich keine Autos mit Schaltung fahren konnte und zu allem Überfluss blond war. Statt des heraufbeschworenen Untergangs von James Bond markierte Craigs 007-Debüt in «Casino Royale» jedoch die Wiedergeburt der angestaubten Agenten-Reihe. Mit Craig wurde Bond nicht nur inhaltlich an den Anfang seiner Karriere zurückkatapultiert - auch stilistisch konnte er es mit den neuen Action-Helden vom Schlage eines Jason Bourne aufnehmen. Wie der Ex-Killer mit Amnesie kennt auch Bond nun nur eine Achillesferse: sein Herz. Der Tod seiner großen Liebe Vesper Lynd schickt den gebrochenen, aber immer noch kampfbereiten Agenten in «Ein Quantum Trost» auf einen oft schwindelerregenden Rachefeldzug.

"James Bond 007: Ein Quantum Trost" in unserem WebTV-Kinomagazin

Als erster Bond-Film schließt «Ein Quantum Trost» nahtlos an den Vorgänger an. 007 hat dank eines letzten Hinweises von Vesper den mysteriösen Mr. White (Jesper Christensen) in seine Gewalt gebracht. Bond und seine Chefin M müssen erkennen, dass eine gewaltige Geheimorganisation namens Quantum unerkannt sämtliche Ebenen der Macht infiltriert hat. Die Suche nach den Zielen des Syndikats, das auch den Tod von Vesper verursacht hat, führt Bond auf die Spur von Dominic Greene (Mathieu Amalric). Der Geschäftsmann gibt sich den Anschein eines Umweltschützers. In Wirklichkeit stürzt und inthronisiert er gegen Bezahlung Regime auf der ganzen Welt.

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Bond erfährt schließlich, worauf es Greene und seine Oberen wirklich abgesehen haben. In der Wüste Boliviens kommt es zum Showdown. Tatkräftige Unterstützung liefert Bond dabei die verschlossene Camille (Olga Kurylenko), die ihre ganz eigenen Ziele verfolgt.

Für Fans von «Casino Royale» inszeniert der bei Ulm geborene Regisseur Marc Forster eine mitreißende Fortsetzung, an deren Ende Bond endgültig Bond ist. Wer den Vorgänger nicht gesehen hat, dürfte beim 22. Abenteuer von 007 aber schnell den Faden verlieren. Was Vespers Tod für Bond bedeutet, welchen Symbolwert ihre Kette besitzt, warum er sich in schlaflosen Nächten mit einem besonderen Martini betrinkt - all das muss der Kinogänger wissen, denn Forster hält sich nicht mit Rückblenden auf. Noch stärker als in «Casino Royale» steht Action im Vordergrund, wovon die doppelt so hohe Zahl von Stuntszenen Zeugnis ablegt.

Gleich zu Beginn seines Blockbuster-Debüts setzt der Regisseur («Monster's Ball», «Drachenläufer») den Ton mit einer atemberaubenden Autoverfolgungsjagd durch die Tunnel am Gardasee. Verantwortlich für die Action zeichnet ausgerechnet Dan Bradley. Der ehemalige Stuntman hat mit Teil zwei und drei der «Bourne»-Reihe neue Maßstäbe gesetzt und damit indirekt, aber keineswegs unwesentlich zur Generalüberholung des Bond-Imperiums beigetragen.

Diese ist am Ende von «Ein Quantum Trost» abgeschlossen. Offen bleibt die Frage, was von Bond noch übrig geblieben ist. Die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson haben mit «Casino Royale» hoch gepokert und wurden mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 594 Millionen US-Dollar (etwa 459 Millionen Euro), dem höchsten der Reihe, belohnt. Nicht nur Bond ist menschlicher geworden. Hatte der Banker Le Chiffre in «Casino Royale» wenigstens noch blutige Tränen geweint, ist Amalric («Schmetterling und Taucherglocke») eher Buchhalter denn größenwahnsinniges Genie.

Das alles ist realistisch und packend inszeniert. Ob es für eine Filmreihe mit offenem Ende ausreicht, muss sich zeigen. Nicht nur Hauptdarsteller Craig hat bereits vorsichtig darauf hingewiesen, dass eine Rückkehr beliebter Sidekicks wie Sekretärin Moneypenny oder Waffentüftler Q den Filmen gut tun könnten. Menschlichkeit steht Bond seit «Casino Royale» wirklich gut zu Gesicht. Ein Agent wie jeder andere darf er aber nicht werden. (Fotos: © 2008 Sony Pictures Releasing GmbH)

Action/Thriller, Großbritannien 2008
Regie: Marc Forster
Darsteller: Daniel Craig, Olga Kurylenko, Mathieu Amalric, Dame Judi Dench, Giancarlo Giannini, Gemma Arterton u.a.
103 Minuten


Die offizielle Website zum Film
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