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Film der Woche

Ice Age 4 – Voll verschoben

Von Marcus Wessel

Sid, Manni, Diego und Scrat sind zurück. Nach drei überaus erfolgreichen Abenteuern bekommt es die beliebte Eiszeit-Truppe in der Fort-Fort-Fortsetzung mit einer räuberischen Piraten-Gang, einem folgenschweren Erdbeben und Sids überaus rüstiger Oma zu tun. Das Ergebnis dürfte vor allem die kleinen Kinozuschauer unterhalten.

Die Geschichte unseres Planeten muss neu geschrieben werden. Zumindest wenn es nach den Schöpfern der beliebten „Ice Age“-Reihe geht. Demnach ist für das Auseinanderdriften der Kontinente ein kleiner Nager und sein unstillbarer Appetit auf eine ihm so nahe und scheinbar doch so unerreichbare Eichel verantwortlich. Scrat, das wohl beliebteste Säbelzahneichhörnchen des Kinos, ist diesmal seinem Ziel so nahe wie noch nie, da passiert das folgenreiche „Missgeschick“. Am Ende einer langen Kette von Ereignissen, die in „Ice Age 4 – Voll verschoben“ nur den Auftakt für die eigentliche Geschichte bilden, hat sich das Gesicht unseres blauen Planeten komplett verändert. Neue Kontinente sind entstanden und gigantische Landmassen plötzlich geteilt. Scrat können all diese Veränderungen indes nur kurz schocken. Unbeirrt von dem, was er da angerichtet hat, nimmt er schon bald die Jagd nach der ungemein köstlichen Eichel wieder auf.

Bildergalerie: Ice Age 4 - Voll verschoben

Scrats unerschütterlicher Einsatz, sein beständiges Scheitern und Schlittern von einer Katastrophe zur nächsten, dürfte zugleich der Grund für seine immense Popularität beim Publikum sein. Er ist ein typischer „Working Hero“ des Animationsfilms, so wie es einst auch Karl der Kojote war, der auf der Jagd nach dem weitaus cleveren Roadrunner stets das Nachsehen hatte. Die Animationskünstler von Fox wissen um Scrats Sonderstatus und seine keineswegs geringe Bedeutung für den Erfolg der „Ice Age“-Reihe. Ohne ihn – so darf angenommen werden – hätten die ersten drei Filme nie diesen gewaltigen Zuspruch erfahren. Dabei sind uns auch Manni, Sid und Diego längst ans Herz gewachsen.

Das Trio ist in Teil 4 wieder einmal unterwegs – wenn auch alles andere als freiwillig. So wird Manni von seiner Familie nach den von Scrat ausgelösten Erdbeben auf recht unsanfte Weise getrennt. Plötzlich finden sich er, Faultier Sid und Säbelzahntiger Diego auf einer Eisscholle treibend in der Hand einer wilden Piratentruppe wieder. Deren Anführer, ein selbstverliebter Orang-Utan, versteht leider keinen Spaß, was die Drei nach ihrer Ankunft auf dem Piraten-Eiland am eigenen Leib zu spüren bekommen. Natürlich finden unsere Helden einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage, wobei sie gleich mehrfach auf Hilfe von unerwarteter Seite vertrauen können.

Die offizielle Homepage zum Film

Vor allem Sids Anhang ist für so manche Überraschung gut. So entpuppt sich seine Oma schließlich als ein ziemlich gerissenes, unberechenbares Faultier. Überdies stehen die Familienbande auch in „Ice Age 4“ wieder im Mittelpunkt der Erzählung. Während Sid auf seine rüstige Großmutter aufpassen soll – die anderen Familienmitglieder lassen Omi kurzerhand beim Filius zurück –, muss sich Manni mit seiner pubertierenden Tochter auseinandersetzen. Das Flüggewerden des eigenen Kindes, das beginnt, sich für Jungs zu interessieren, bereitet dem stolzen Papa immer öfter Kopfzerbrechen. Ausgerechnet nach einem Streit werden beide durch das Erdbeben getrennt. Dass die plötzliche Distanz Vater und Tochter wieder näher zusammenrücken lässt, gehört zur Logik und Moral des Films.

Wie schon seine Vorgänger ist auch dieser „Ice Age“ vor allem auf die jüngeren Kinozuschauer zugeschnitten. Während Konkurrent Pixar zumeist Eltern und Kinder als gemeinsame Zielgruppe betrachtet, orientiert sich das „Ice Age“-Team stärker an den Bedürfnissen und Sehgewohnheiten der Kleinen. Die Fort-Fort-Fortsetzung bildet diesbezüglich keine Ausnahme. Allein das Tempo ist nochmals höher als in den Vorgängern – vermutlich auch, damit der 3D-Effekt so richtig zur Geltung kommt. Dafür bleibt die Geschichte selbst für ein so junges Publikum recht dünn und die Gagdichte eher überschaubar. Dass unsere drei Helden inzwischen manchmal sogar etwas langweilig rüberkommen, scheint man bei Fox ebenfalls gemerkt zu haben. Und so wurde die Fülle an Figuren mal eben verdoppelt. Die bunte Piratentruppe mit ihren schrulligen Macken ist allerdings kein wirklicher Ersatz und so kann am Ende nur ein eingespieltes Duo den Film retten: Scrat und seine geliebte Eichel.

Bildergalerie: Ice Age 4
"Ice Age 4" in den Kölner Kinos
"Ice Age 4" in 3D in den Kölner Kinos
Die offizielle Homepage zum Film
Die besten Szenen aus Ice Age 4 in unserem Cine Channel

Über den Autor

Marcus Wessel lebt und arbeitet als freier Journalist in Köln. Seine große Leidenschaft gilt dem Kino, wobei er eine strikte Einteilung in Blockbuster und Arthaus ablehnt. Für ihn gibt es nur gute und schlechte Filme.
http://marcus-filmseite.blogspot.com/

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