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Film der Woche

Hangover 3

Von Marcus Wessel 

Das Wolfsrudel ist zurück. Im dritten Teil der Erfolgs-Komödie kommt es zu einem Wiedersehen mit alten Bekannten und zu einer Rückkehr an sehr vertraute Orte. Für Regisseur Todd Philips und seine Darsteller schließt sich damit ein Kreis. Und für den Zuschauer? Der kann erneut auf zotige Unterhaltung hoffen.

Das letzte Mal, als wir die Jungs vom „Wolfsrudel“ trafen, zogen sie gerade durch Thailands Hauptstadt Bangkok eine Spur der Verwüstung. Zwischen Karaoke-Bars und Garküchen, verfolgt von Ladyboys und manch zwielichtigen Gestalten begingen Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Alan (Zach Galifianakis) ihren zweiten „Hangover“. Von diesen Schrecken scheinen sich alle Beteiligten inzwischen jedoch erholt zu haben. Stu ist längst glücklich verheiratet, Phil scheint es auch gut zu gehen und Alan, naja der kauft sich eine Giraffe. Und damit beginnt das Schlamassel von vorne. Denn nach langen Diskussionen willigt Alan schließlich ein, sich einer Therapie zu unterziehen. Doch bevor er diese überhaupt antreten kann, werden er und seine besten Freunde von einem ziemlich angesäuerten Gangsterboss (John Goodman) überfallen. Der nimmt ausgerechnet den im plötzlichen Verschwinden äußerst geübten Doug (Justin Bartha) als Geisel.

"Hangover 3" in den Kölner Kinos

Was nicht allein mit schlechtem Karma zu erklären ist, setzt eine Kette aberwitziger Verwicklungen in Gang. An deren Ende findet sich das Wolfsrudel ausgerechnet an dem Ort wieder, an dem vor vier Jahren alles begann: Las Vegas. Seine Hände im Spiel hat dieses Mal erneut der gerissene und mit allen Wassern gewaschene Chow (Ken Jeong), der in seinem Wahnsinn sogar Alan ernsthaft Paroli bieten kann. Seit seinem ersten Auftritt ist er der heimliche Publikumsliebling der Reihe und so wundert es nicht, dass sein Part von Film zu Film immer größer wurde. In Teil 3 wird er von Regisseur Todd Philips nun endgültig in den Stand einer Hauptfigur erhoben – gleichberechtigt mit den Jungs vom Wolfsrudel. Dadurch steigt fast zwangsläufig der Slapstick- und Blödel-Faktor, was man nach der wilden und bereits reichlich abgedrehten Sause durch Bangkok kaum mehr für möglich gehalten hätte.

Weil Humor bekanntlich Geschmackssache ist, kann man vor allem Ken Jeongs Rolle wahlweise als herrlich überdreht oder schlichtweg nervig wahrnehmen. Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte, denn bei allen absurden Späßen ist dem Film recht früh anzumerken, dass die Story nicht mehr viel Neues bereithält und Philips’ Bromance eigentlich längst auserzählt ist. Das beste Indiz hierfür sind die unmotivierten und recht lieblos inszenierten Auftritte John Goodmans, der als Gangsterboss lediglich ein aufgewärmtes „Best-of“ alter Filmcharaktere anzubieten hat. Dass es dennoch für so manchen Lacher reicht, zeigt nur, welche komödiantische wie schauspielerische Klasse Goodman besitzt.

Neben den üblichen „Hangover“-Pointen, die nicht zuletzt auf untere Körperregionen zielen, und dem meist von Alan zu verantwortenden Chaos – die Giraffe ist da nur der Anfang – deutet sich recht früh eine Änderung der Tonlage an. Inmitten des ganzen Tohuwabohu und der lauten Junggesellenabschieds-Gags findet Philips überraschenderweise zu einer gewissen Ruhe und Rührseligkeit. Gerade in den Szenen zwischen Galifianakis und der wieder einmal großartig aufspielenden Melissa McCarthy („Brautalarm“) wird dies deutlich. Sie bilden den Auftakt zu einem glücklichmachenden Happy End, mit dem die „Hangover“-Reihe ihren Abschluss gefunden haben dürfte – wobei in Hollywood sollte man niemals ein Comeback ausschließen, zumal wenn das mehrfach kopierte Erfolgsrezept soviel Geld in die Kassen spült.

Gewisse Ermüdungserscheinungen sind diesem dritten Teil ebenso wie ein starres Festhalten an einmal funktionierenden Strickmustern anzumerken. Beides bremst den durchaus vorhandenen Spaß an der Rückkehr des Wolfsrudels etwas aus. Wenn schon die Story keine Bäume ausreißt, so ist aber zumindest auf die Darsteller Verlass. Cooper gibt den charmanten Womanizer, Helms ist grandios als stiller Leidensträger und Galifianakis stiehlt wieder einmal allen die Show. Als Trio sind sie unschlagbar. Und mit Ken Jeong hat Philips ein weiteres Ass im Ärmel, das er bis in den Abspann (unbedingt sitzenbleiben!) mit breitem Grinsen ausspielt.

Die offizielle Hompage zum Film
"Hangover 3" in den Kölner Kinos
Bildergalerie:
"Hangover 3"

Über den Autor

Marcus Wessel lebt und arbeitet als freier Journalist in Köln. Seine große Leidenschaft gilt dem Kino, wobei er eine strikte Einteilung in Blockbuster und Arthaus ablehnt. Für ihn gibt es nur gute und schlechte Filme.

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