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Film der Woche

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

Von Marcus Wessel

Die Weihnachtszeit naht und mit ihr der Disney-Weihnachtsfilm. Wieder einmal erschufen die Animationskünstler einen Filmspaß für die ganze Familie. Inspiriert von Hans Christian Andersens berühmten Märchen „Die Schneekönigin“ zieht uns die gefühlvolle Geschichte in ein sagenhaftes, nordisches Königreich, wo Zauberkräfte, Trolle und ein ganz besonderer Schneemann zu Hause sind.

"Die Eiskönigin - Völlig unverforen" in den Kölner Kinos
"Die Eiskönigin - Völlig unverforen" in den Kölner Kinos (3D)
  Bildergalerie: Die Eiskönigin - Völlig unverforen
Offizielle Homepage zum Film

Anna und Elsa sind Geschwister. Und nicht nur das. Sie sind zugleich Königskinder. Elsa, die Ältere, wird eines Tages auf dem Thron ihres Vaters Platz nehmen und über das magische Königreich Arendelle herrschen. Zuvor sollte jedoch ein tragischer Unfall ihr und Annas Leben für immer verändern. Beim Spielen, wie das Kinder nun einmal tun, löst Elsa mit ihren Zauberkräften, mit denen sie alles in Schnee und Eis verwandeln kann, eine unbeabsichtigte Kettenreaktion aus. Nur durch viel Glück und den weisen Rat der Trolle überlebt Anna diesen Vorfall. Von da an wird ihr jeder Kontakt zu ihrer älteren Schwester untersagt. Erst als Elsa zur Königin gekrönt werden soll, sehen sich die beiden jungen Frauen zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder.

Damit beginnt erst das eigentliche Abenteuer, das uns tief in die nordische Märchen- und Sagenwelt eintauchen lässt. Elsa offenbart ihre besondere Gabe erstmals vor Anna und allen anderen Gästen der Krönungszeremonie. Daraufhin sieht sie nur noch einen Ausweg. Sie flieht aus Arendelle in die einsame Bergwelt, wo sie niemandem mehr Schaden zufügen kann und sich ein eigenes Schloss aus Schnee und Eis erschafft.

Bildergalerie: Die Eiskönigin - Völlig unverforenWie schon beim letztjährigen Disney-Weihnachtsfilm „Rapunzel – Neu verföhnt“ ließen sich die Disney-Kreativen um Chris Buck und Jennifer Lee (Autorin bei „Ralph reichts“) erneut von einem echten Märchenklassiker inspirieren. Nach den Gebrüdern Grimm ist nun der Däne Hans Christian Andersen an der Reihe – wahrlich keine schlechte Wahl. Schließlich lieferte dieser mit „Der kleinen Meerjungfrau“ bereits das Grundgerüst für einen der bis heute beliebtesten und erfolgreichsten Disney-Filme aller Zeiten.

Dieses Mal ist Andersens „Schneekönigin“ in Motiven und Stimmungen allgegenwärtig. Angelehnt an die raue und wunderschöne Landschaft der norwegischen Fjorde und Wälder erschuf das Animationsteam ein eigenständiges Königreich, das uns gleichwohl sehr vertraut erscheint. Ein großer Unterschied zwischen dem Märchenklassiker und der Disney-Version liegt indes in der Hauptfigur der Schneekönigin. Während diese bei Andersen eher als symbolische, geheimnisvolle Kraft auftaucht, wurde sie hier zu einer eigenständigen Figur, mit der sich gerade ein jüngeres Publikum leichter identifizieren kann. Ohnehin dreht sich in der Geschichte vieles um Familienbande, das Verhältnis von Geschwistern und den Umgang mit eigenen Ängsten. Wie sich diese kontrollieren und am Ende überwinden lassen, wissen Buck und Lee altersgerecht und mit viel Herzblut zu vermitteln.

Hape Kerkeling als Schneemann Olaf

Dabei ist „Die Eiskönigin“ zu jeder Zeit ein unglaublicher Spaß für Groß und Klein. Während die jungen Disney-Fans vor allem an den Nebenfiguren wie dem geduldsamen Rentier Sven und dem von Sommer-Sehnsucht geplagten Schneemann Olaf – in der deutschen Fassung gesprochen von Hape Kerkeling – ihre Freude haben dürften, können ihre Eltern das klassische Disney-Gefühl genießen. Obwohl sich der Film animationstechnisch auf dem neuesten Stand präsentiert (inklusive zeitgemäßem 3D-Look), haben Buck und Lee gleichzeitig großen Wert auf die Einhaltung der alten Disney-Tugenden gelegt. So wirkt die Geschichte bei aller Frische und Modernität stets etwas aus der Zeit gefallen, ja beinahe zeitlos. Zumindest spielt sie mit unseren Erinnerungen an die Ära der großen Disney-Zeichentrickabenteuer. Und was wären diese nur ohne ihre einprägsamen Gesangseinlagen?

Hiervon besitzt „Die Eiskönigin“ gleich ein gutes Dutzend. Bisweilen ähnelt der Film mehr einem Musical als einem Märchen, wobei diese beide Welten im Disney-Universum ohnehin sehr eng beieinander liegen. Einen gewissen Hang zum Eskapismus sagt man jedenfalls nicht ohne Grund beiden Genres nach. Weil auch die Story ihr durchweg hohes Tempo bis zum Ende beibehält, ist dieser Disney-Spaß für einen (vor-)weihnachtlichen Kinobesuch mit der ganzen Familie genau die richtige Wahl – großes Schneemann-Ehrenwort!

Über den Autor

Marcus Wessel lebt und arbeitet als freier Journalist in Köln. Seine große Leidenschaft gilt dem Kino, wobei er eine strikte Einteilung in Blockbuster und Arthaus ablehnt. Für ihn gibt es nur gute und schlechte Filme.

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