• Home
  • Di, 6. Dez. 2016
  • Stadtplan
  • cologne.de
  • Branchen
  • KoelnMail
  • Experten

Film der Woche

Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft

Berlin (ddp). Es ist ein geradezu märchenhafter Aufstieg, den das Waisenkind aus der französischen Provinz macht. Von der Näherin und Straßensängerin dringt sie als Kurtisane in die besseren Kreise der Gesellschaft vor und baut sich schließlich mit finanzieller Unterstützung ihrer Geliebten ein eigenes Modehaus auf. «Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft» erzählt diesen Lebensabschnitt der legendären Designerin auf angenehm altmodische Weise.

Die besten Szenen aus "Coco Chanel" in unserem CineChannel

In üppigen Bildern wird die ärmliche Kindheit aufgeblättert, prachtvoll ausgestattet schließlich die Episoden der lebenshungrigen, aber auch selbstzerstörerischen Coco, die sich von ihren Geliebten, dem reichen Schönling Etienne Balsan (Benoît Poelvoorde) und dem britischen Geschäftsmann Arthur Boy Chapel (Alessandro Nivola), aushalten lässt.

Doch Coco Chanel will mehr sein als nur Gespielin reicher Männer. Sie möchte ihr Geld selbst verdienen. Madame Chanel ist bereits in jungen Jahren eine gewiefte Geschäftsfrau und weiß, dass es schwer werden wird, sich in einer von Männern dominierten Gesellschaft durchzusetzen - es sei denn, man schläft mit den richtigen unter ihnen.

Zur Bildergalerie von "Coco Chanel"

Immer wieder droht Anne Fontaines Filmbiografie bei dieser kolportagehaft klingenden Aufsteigergeschichte in den romantischen Kitsch abzugleiten. Es ist schließlich Chanels widersprüchlicher, facettenreicher Charakter und Audrey Tatouts eindringliche Darstellung, die den Film schließlich davor bewahrt. «Ich war die Erste, die so gelebt hat, wie es dem Jahrhundert angemessen war», ließ die selbstbewusste Modeschöpferin ihre Nachwelt wissen.

Das Team der Drehbuchautoren, neben der Regisseurin auch Christopher Hampton («Gefährliche Liebschaften»), konnte auf zahlreiche von Chanels spitzfindige Bonmots zurückgreifen, um deren komplexe, zwischen Charme und Biestigkeit changierende Persönlichkeit nachzuzeichnen. Die wirklich dunklen Seiten von Chanels Biografie, etwa ihre Kollaboration mit den Nationalsozialisten, lässt der Film allerdings außen vor. Dafür gelingt es Anne Fontaine sinnlich wie verständlich die Entwicklung von Chanel als Modeschöpferin nachzuvollziehen, ohne daraus ein Modeseminar zu machen.

Die androgyne Chanel wehrt sich auf ihre Weise gegen das Frauenbild ihrer Tage, schneidert Kleider, die vor allem für die Trägerin bequem sein und nicht allein dem Auge des männlichen Betrachters schmeicheln sollen. Das Korsett wird verbannt, die vorherrschenden aufgedonnerten Rüschen-Röcke eingemottet. Das «kleine Schwarze», das klassische Chanel-Kostüm, ist geboren. Coco Chanels Leben als Filmstoff ist mit Anne Fontaines opulenten Drama offensichtlich noch lange nicht erschöpft.

Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird «Coco Chanel & Igor Stravinsky» über ihre Affäre mit dem Komponisten in die Kinos kommen. Chanel wird hier von Anna Mouglalis verkörpert. Im Dezember vergangenen Jahres hatte bereits das französische Fernsehen einen Zweiteiler über Chanels Leben vom Waisenhaus bis zu ihrem Tod ausgestrahlt. Die Modemacherin wurde hier von Barbora Bobulova und Shirley MacLaine gespielt.

Filmbiografie Frankreich 2009
Regie: Anne Fontaine
Darsteller: Audrey Tautou, Benoît Poelvoorde, Alessandro Nivola
110 Min.

"Coco Chanel" in unserem CineChannel
Offizielle Homepage
"Coco Chanel" in den Kölner Kinos

"Coco Chanel" in Bonner Kinos
Weitere Neustarts

 

Schon gelesen?

Onlinespiele

hex-puzzle-225.jpg
Ganz schön knifflig: Platzieren Sie die Sechseck-Elemente so, dass möglichst viele auf das Spielfeld passen.  Jetzt spielen!
smartybubbles-225.jpg
Schießen Sie Ihre Luftblasen auf mindestens zwei Blasen mit der gleichen Farbe und bringen Sie diese so zum Platzen. Achtung! Suchtgefahr!   Jetzt spielen!
mahjong-600.jpg
Mahjong op kölsch - können Sie alle Steine entfernen?  Mahjong spielen