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Konzert in der Essigfabrik

Kate Nash lässt Kölner Fans enttäuscht zurück

Auf ihrem neuen Album "My Best Friend Is You" schlägt die britische Sängerin Kate Nash ungewohnt raue Töne an. Dass diese bei ihren Fans nur bedingt Anklang finden, zeigte sich am Montagabend in der Kölner Essigfabrik. Nach lediglich 60 Minuten beendete die Britin das Konzert und ließ eine zweifelnde Menge zurück.

Von Ronja Gasper

Bildergalerie: Kate Nash in der Essigfabrik

Am 31. Mai stand in Köln die Sängerin auf der Bühne, der Lena Meyer-Landrut wohl zu großen Teilen ihren antrainierten Akzent abgeschaut hat: Kate Nash aus London. Anders als Lena wurde die 22-jährige Britin jedoch nicht über eine Casting-Show, sondern über das Internet-Portal MySpace bekannt, auf dem sie 2005 ihre selbstkomponierten Songs veröffentlichte.

Mit poppigen Pianohymnen und Sprechgesang machte die Britin dort schnell von sich reden. Der Song "Foundation", den Lena Meyer-Landrut in der Casting-Show "Unser Star für Oslo" ebenfalls gesungen hat, wurde über Nacht zum Hit und erreichte auf Anhieb den zweiten Platz der britischen Charts. Auch das darauf folgende Debütalbum "Made Of Bricks" kletterte auf den ersten Platz der Hitliste und erhielt in Deutschland Goldstatus.

Das ist nun drei Jahre her. Mittlerweile steht Kate Nashs zweites Album "My Best Friend Is You" in den Regalen, für das sie sich Inspiration bei Punk-Ikonen der 60er Jahre geholt hat. Bis auf wenige Ausnahmen, wie der Single-Auskopplungen "Doo-Wah-Doo" und "Kiss That Grrrl", klingt ihr Zweitling wesentlich experimenteller, rauer und nicht so eingängig wie die von  Sprechgesang geprägten Pop-Songs ihres ersten Albums.

Neues Album findet wenig Anklang beim Kölner Publikum

Den Wandel ihrer Musik bekam Kate Nash dann auch in Köln zu spüren. Während die Zuschauer zu den Melodien von "Foundations" und "Doo-Wah-Doo" noch kräfitg mitwippten, machte sich im zweiten Teil des Konzertes Verwirrung in den Gesichtern breit.

Kate Nash, die anfangs noch zaghaft ein "Thank you for coming" ins Mikrofon hauchte, schrie, ätzte und nörgelte was das Zeug hielt und zeigte sich dem Publikum von ihrer punkigen Seite.

Nach 60 Minuten war Schluss

Doch ihre Kölner Fans ließen sich von ihrem Stimmungswandel nicht beirren. Fleißig gaben sie der Sängerin Applaus. Diese ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, sondern kündigte nach knapp 60 Minuten Spielzeit überraschend früh ihren letzten Song an. Es folgte die einzig logische Konsequenz: Die Fans verlangten nach Nachschub, schließlich haben ihre Alben weit mehr zu bieten. Zur Enttäuschung des Publikums blieb die Bühne jedoch leer. Soviel Punk hatte man dann doch nicht erwartet.

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