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Konzert im Stollwerck

Johnossi entpuppen sich als echte Kölsch-Fans

Im Bürgerhaus Stollwerck stand am Donnerstagabend die schwedische Rockband Johnossi auf der Bühne. Dort zeigten sie nicht nur, dass ihr neues Album "Mavericks" live einiges zu bieten hat, sondern auch, dass sie echte Kölsch-Fans sind. 

Von Ronja Gasper

Zwei Männer kommen auf die Bühne. Einer von ihnen trägt eine Gitarre mit sich, der andere geht schnurstracks auf das Schlagzeug zu. Verzerrte Verstärker-Geräusche ertönen, eine leise Melodie setzt ein.

Der blonde Frontmann im Westernhemd beginnt zu singen und langsam kommt der treibende Beat des Schlagzeugs hinzu. Ein Verdacht bestätigt sich: Johnossi werden heute lediglich zu zweit auf der Bühne stehen, eine Begleitband gibt es nicht. Gut, gleiches kennen wir auch von The White Stripes. Das werden sie schon schaffen.

Mitreißende Gitarren-Riffs und hymnenhafte Refrains

Das Konzert der Schweden beginnt mit "Mavericks", dem ruhigen Opener des gleichnamigen Albums, das hierzulande seit dem 30. April 2010 in den Regalen steht. Danach folgt sogleich der zweite Song der neuen Platte "Dead End". Dieser weißt schon deutlich mehr in Richtung der späteren Setlist: Ein mitreißender Gitarren-Riff, darüber legt sich die hymnenhafte Gesang von Frontmann John Engelbert und schon ist die Menge voll dabei. Es wird gehüpft, gesungen und getanzt - das neue Album scheint beim Publikum zu zünden. Es wird Zeit für ein paar ältere Songs.

Als nächstes steht die Nummer "Bobby" vom zweiten Album "All They Ever Wanted" und die Single-Auskopplung "Party with My Pain" auf dem Programm. Für das Publikum, das scheinbar jede Zeile des Refrains verinnerlicht hat, gibt es nun kein Halten mehr.

Auch Sänger John scheint seinen Spaß zu haben. Während sein Bandkollege am Schlagzeug die Stellung hält, nutzt der Sänger die komplette Bühne für sich. Dort wagt er den einen oder anderen Versuch auf die Basedrum des Schlagzeugers zu springen, bei dem er einmal unweigerlich in der Snaredrum landet.

Liebeserklärungen an die Stadt

Doch Johnossi haben auch eine ruhige Seite, die sie mit "Bed on Fire" zum Vorschein bringen. Die Lichter werden gedämmt, das Spot-Light richtet sich allein auf den Sänger, der nun eine Akkustik-Gitarre spielt und melancholische Textzeilen in ein Vintage-Mikrofon haucht. Die Verschnaufpause ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn mit "What's the point" geht es zwei Songs später wieder zur Sache.

Es folgt eine gut gemischte Set-List, die neben den eingängigen Singles "Man Must Dance" und "The Execution Song" auch weniger bekannte Songs wie "There's a lot of Things to Do" und "Santa Monica Bay" zulässt. Zwischendurch gibt es noch ein paar Liebeserklärungen an die Stadt: "We Love Cologne!" heißt es von Seitens des Sängers. Außerdem habe man hier das beste Bier in ganz Deutschland. Nach gut anderthalb Stunden Spielzeit und zwei Zugaben geht es zufrieden und verschwitzt nach Hause.

 

Setlist

Mavericks
Dead End
Bobby
Party with My Pain
No Last Call
Bed on Fire 
Worried Ground
What's the Point
Social Flu
There's a lot of Things to Do
Execution Song
Man Must Dance
18 Karat Gold

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Santa Monica Bay
Roscoe

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