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Kulturtipps für die Woche vom 10.1.2011

Marina Barth, König Lear und Milan Sladek

Von Jürgen Schön

Jede Woche neu stellt koeln.de sehens- und hörenswerte Höhepunkte aus dem Kölner Kulturleben vor. Dies sind unsere Tipps für die Woche vom 10.1.2011 bis zum 16.1.2011.

Zeitlupe - der Jahresrückblick (Kabarett / Klüngelpütz)

Ein Kölner CDU-Politiker Bietmann, der ungestört Geschäfte zu Lasten des Steuerzahlers machen kann. Ein angeblicher Facharbeitermangel. Die Erfindung des „Wutbürgers“. Eine deutsche Bahn, die vom Wetter überrascht wird. Es gab im vergangenen Jahr eine Menge, was Marina Barth aufgefallen und aufgestoßen ist – oder sie auch erheitert hat. Es gehört zur guten Tradition, dass die Prinzipalin des „Klüngelpütz- Theaters“ im Januar unter dem Titel „Zeitlupe“ einen sehr persönlichen Rückblick auf die Ereignisse des vorausgegangenen Jahres hält.

Dabei sind Axt und laute Töne nicht ihr Fall, sie bevorzugt das Skalpell. Und wenn sie dann die Krise um defizitgeplagte EU-Länder auf Familienebene herunterbricht, versteht man sogar die Euro-Krise.

Erklatscht das Publikum am Programmende dann mit vollem Recht eine Zugabe, belohnt Marina Barth mit einem wunderschönen Liebeslied auf Köln. Begleitet wird sie dabei am Klavier von Ewald Gutenkunst, der schlussendlich auch lobend erwähnt werden muss. (js)

Klüngelpütz-Theater – 12.-15.1., auch 19.-22.1., jeweils 20.30 Uhr, Gertrudenstr. 24, 50667 Köln, Karten: Tel. 0152 04 44 33 68, Fax an 0221 961 90 18, SMS an 0152 04 44 33 68, E-Mail: info@kluengelpuetz.de. Das Büro ist Sonntag und Montag nicht besetzt.

König Lear (Theater / Schauspiel)

Der alte König Lear will abdanken und Macht und Besitz unter seine drei Töchter verteilen. Zuvor will er von ihnen wissen, welche ihn am meisten liebe. Ihn, versichern Goneril und Regan und erhalten ihren Anteil. Cordelia dagegen antwortet, sie liebe nichts – und wird enterbt und verstoßen. Aber auch er selber wird von Goneril und Regan in die Wüste geschickt. Damit zerfällt die bis dahin herrschende Ordnung, Chaos und Wahnsinn treten an deren Stelle. Eine Rettung ist nicht mehr möglich – am Ende sind alle tot.

Das Shakespeare-Spätwerk „König Lear“ wurde von Schauspiel-Chefin Karin Beier inszeniert und steht vorläufig zum letzten Mal auf dem Spielplan. Publikum und Kritik waren nach der Premiere im September 2009 einhellig begeistert, auch von dem Einfall, alle Rollen von Frauen spielen zu lassen. „Ein beeindruckender Abend, disparat und verstörend, nervend und berührend“, hieß es unter anderem. Oder: „So gnadenlos hat man die Vernichtung eines Herrschergeschlechts selten gesehen.“

Schauspiel Köln/Schlosserei – 15.1., 20.00 Uhr, Offenbachplatz, 50667 Köln, Karten: Kartenservice im Opernhaus, Offenbachplatz, 50677 Köln, Mo-Fr 10-18.30 Uhr, Sa 11-18.30 Uhr, Tel. 0221 / 22 12 84 00, tickets@buehnenkoeln.de , www.schauspielkoeln.de

Das Geschenk (Pantomime/Kulturbunker Mülheim)

Eines Tages findet der junge Mann ein übergroßes Ei in seiner Wohnung. Heraus schlüpft ein Vogel, der von seinem neuen Besitzer mit viel Liebe aufgezogen wird. Doch aus dem hilfsbedürftigen Geschöpf wird am Ende ein bösartiges Monstrum, das schließlich sogar seinen Ernährer auffrisst.

Die Geschichte dieses Stücks mit dem Titel „Das Geschenk“ ist eng mit Köln verbunden. Mit ihm begann der Pantomime Milan Sladek seine Kölner Karriere, damals noch in den Kammerspielen am Ubierring. 1974 konnte er dann an der Aachener Straße sein „Theater Kefka“ eröffnen, das Köln zum Mekka der westeuropäischen Pantomimenfans machte. Nach einem mehrjährigen Intermezzo in seiner Heimatstadt Bratislava nach der Wende wieder zurück am Rhein, hat er nun ein neues Domizil im Mülheimer Kulturbunker gefunden. Hier tritt er seit einigen Monaten regelmäßig wieder auf. In „Das Geschenk“ nutzt er Mittel des Schwarzen Theaters in Perfektion. Kaum zu glauben, dass der Künstler über 70 Jahre alt ist – Pantomime scheint ein Jungbrunnen zu sein. (js)

Kulturbunker Mülheim – 13.1., auch 20. und 27.1., 3.2. und 10.3., jeweils 20 Uhr, Berliner Str. 20, 51063 Köln, Tel. 0221 / 61 69 26, Karten: Tel. 02 21 / 28 01, www.koeln.de/tickets, www.kulturbunker-muelheim.de oder alle bekannten Vorverkaufsstellen.

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