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Sextett stellt neues Album "Enigma" live vor

Ill Niño bringen Latin-Crossover ins Underground

Von Helmut Löwe

"Im Grunde genommen sind wir eine lateinamerikanische Band mit Heavy Metal-Wurzeln und gleichzeitig eine Metal Band mit einem lateinamerikanischen Kern - wir sind weder das eine noch das andere" - Drummer Dave Chavarri macht deutlich, dass in der Ill Niño-Brust zwei Herzen wie eines schlagen. Ein wenig Crossover, ein wenig Nu Metal, und das ganze nicht unmelodiös - das Sextett bietet im Grunde genommen beinahe für jeden etwas, der gitarrenlastige Musik sein Steckenpferd nennt.

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Und was im speziellen Ill Niño-Falle noch dazu kommt, ist der lateinamerikanisch/spanische Einschlag. Ob Flamencogitarren oder ausgefeilte Perkussion im Salsarhythmus: Die sechsköpfige Band verleugnet ihre südamerikanischen Wurzeln nie. Und wird es auch nicht auf ihrer aktuellen Tour tun, die sie am 31. März ins Kölner Underground führt. Auf dieser stellen sie ihr brandneues Album "Enigma" vor, das wenige Tage vor ihrem Kölner Auftritt in den Plattenläden steht.

Für ein großes Tohuwabohu in der Metalszene sorgten die Jungs aus New Jersey im Jahre 2001 mit dem Erscheinen ihres Debütalbums "Revolution Revolución", das Latin-Sounds in bis dahin selten gehörter Heftigkeit auf die Plattenteller brachte. Veröffentlicht auf dem Label Roadrunner folgten dem Erstwerk zwei weitere Alben - allerdings wurde Ill Niño eine zunehmende Kommerzialisierung vorgeworfen. Dies mochte wohl einer der Gründe sein, das angestammte Label zu verlassen und 2006 bei CementShoes Records unterzukommen. "Dort haben wir eine unglaubliche künstlerische Freiheit", erklärt Chavarri den Wechsel.

Neues Album mit reichlich spanischen Gesangseinlagen

Diese wird, so die Band, einmal mehr in den 13 Songs des neuen Albums deutlich, in denen sie sich nach eigener Auskunft ohne jegliche Einschränkung artikulieren kann - sowohl textlich als auch musikalisch. Da wechseln sich knallharte Kracher wie der Opener "The Alibi of Tyrants", der durch kraftvolle Drumarbeit und kernige Gitarren überzeugt, mit Akustikballaden wie dem spanisch gesungenen "Me gusta la Soledad" ab, das der Freundin in einer ruhigen Minute gefallen dürfte. Immer wieder tauchen spanische Gesangsparts auf, mit denen Sänger Cristian Machado der Herkunft der Band huldigt.

Titel wie "Finger Painting (With the Enemy)" oder "Compulsion of Virus and Fever", kommen derbe aus der guten alten Crossoverecke, ohne es an melodischen Vocals missen zu lassen. Mit "Estoy Perdino" oder "March against me" wird es durchaus etwas stadionlastiger und massenkompatibler - das, was die Songs nicht abgleiten lässt, sind die Perkussionsparts, die die Rhythmussektion erheblich bereichern. Nett auch die Gitarrensoli, die vereinzelt Gedanken an Carlos Santana aufkommen lassen. Leider verliert die Scheibe nach gut der Hälfte der Spielzeit ein wenig an Fahrt und wird, trotz eines abwechslungsreichen "Kellog's Bombs & Cracker Jacks", merklich sanfter.

Ob die Mischung am 31. März ab 20 Uhr im Kölner Underground live gut rüberkommt, dürfte in jedem Falle interessant und spannend werden; die Chancen dazu stehen jedoch gut.

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