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Premiere in der Halle Kalk

Geheimnisvoller Schatz im Erfrischungsraum

Von Jürgen Schön

Irgendwas stimmt mit dieser Familie nicht: Da werden inzestuöse Beziehungen zwischen Sohn und Eltern angedeutet, da deutet sich die Ermordung des Hausherrn durch Ehefrau und Sohn an. Irgendwo soll ein Schatz vergraben sein. Doch letztlich bleibt alles im Vagen, nichts kommt zum Ende, nichts wird klar ausgesprochen. Krimi? Familiendrama? Psychostudie? Unentschlossen zieht sich die Auftragsarbeit „Gabe/Gift“ des Österreichers Händl Klaus für das Schauspiel Köln über 75 Minuten dahin.

Alles spielt in der trostlosen Atmosphäre eines Kellers, den Familie Müllert zu einem „Erfrischungsraum“ umbauen will. Mit aufreizender Langsamkeit streicht der Sohn (Nikolaus Benda) die Wände. Die Mutter (Marion Breckwoldt) würde gerne die Fliesen verlegen – hätte sich nicht der Ehemann (Josef Ostendorfer), ein dicker Polizist, auf dem Boden zum Ausruhen niedergelegt.

Ein geheimnisvolles Pärchen taucht auf (Jennifer Frank, Renato Schucht), das die Familie heimlich bei der Arbeit fotografiert. Sie werden von Schwiegertochter Müllert (Julia Weiniger), ebenfalls Polizistin, aufgescheucht, der Mann outet sich auch als Polizist. Schließlich taucht noch die Nachbarfamilie auf (Holger Bülow, Sachiko Hara, Torsten Peter Schnick, Maria Rosa Tietjen) und mischt sich ein in die Schatzsuche im künftigen Erfrischungsraum.

Klassifiziert ist „Gabe/Gift“ als „Stück für Musik“. Das erinnert hier an das gute alte Radio-Hörspiel: Nach jeder Szene gibt es ein kurzes Stück Musik auf (Simon Strasser mit Klarinette und Komponist Ernst Surberg am Keyboard). Bisweilen erstarren die Akteure in der Bewegung, bevor die Musik einsetzt.

Die Sprechdisziplin der zehn Schauspielerinnen und Schauspieler ist – neben dem düsteren Bühnenbild (Anne Viebrock, die auch Regie führt) – das Beeindruckendste dieses Theaterabends. Kaum dass einer einen ganzen Satz spricht. Stattdessen spricht meist jeder nur ein Wort, bis der Satz komplettiert ist – oder auch nicht. Oder mit dem letzten Wort noch eine überraschende Wendung gefunden hat. Unbestimmtheit auch hier. Für die Sprechleistung aber gab es dann den verdienten Beifall.

„Gabe/Gift“ – weitere Termine: 12. bis 14.3., 16.3., jeweils 19.30 Uhr, Halle Kalk, Neuerburgstraße, Köln-Kalk. Karten: Kartenservice im Opernhaus, Offenbachplatz, 50677 Köln, Mo-Fr 10-18.30 Uhr, Sa 11-18.30 Uhr, Tel. 0221 / 22 12 84 00, tickets@buehnenkoeln.de, www.schauspielkoeln.de

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