Jupiter Jones Luftballon-Flash und Parade
"Ja, ich will" ist das Motto des ColognePride 2012
Von Viola Niedenhoff
"Ja, ich will" ist das Motto des ColognePride 2012. Mit einem 60-stündigen Bühnenprogramm und der CSD-Parade steht die Stadt vom 6. bis 8. Juli ganz im Zeichen der Lesben und Schwulen. Mit von der Partie: Stars wie Jupiter Jones, sowie über hundert Fußgruppen, die für eine Gleichberechtigung von Homos und "Heten" durch die Kölner City ziehen.
Video: "Ja, ich will" - CSD 2012
Mit den Worten "Langsam werden wir ungeduldig und haben die Schnauze voll" startet Markus Danuser, Vorstandsmitglied des Kölner Lesben und Schwulentags e.V. (KLuST), sichtbar aufgewühlt in die Pressekonferenz zur Vorstellung des ColognePrides 2012 am Mittwochmorgen. Lesben und Schwule seien mittlerweile zwar in der Gesellschaft anerkannt, aber in der Politik habe sich die Gleichstellung immer noch nicht durchgesetzt, klagt der Veranstalter von Europas größter Demonstration für Lesben und Schwule.
Bildergalerie: So bunt war die CSD-Parade 2011
Das Motto "Ja, ich will" soll alle Mitmenschen, vor allem aber Politiker, darauf aufmerksam machen, dass Homosexuelle zwar die gleichen Worte vor dem Standesbeamten sprechen dürfen, aber nicht über die gleichen Rechte wie Heterosexuelle verfügen. Um das zu ändern, geht der ColognePride mit einem umfassenden Programm in die 21. Runde.
"Rainbow-Flash" taucht Kölner Stadthimmel in Regenbogenfarben
Vor allem den 17. Mai sollten sich Lesben und Schwulen, Bisexuelle, aber auch deren Freunde und Bekannte dick in den Kalender eintragen. Ab 17 Uhr werden am Rudolfplatz (Westseite) mit Helium gefüllte Luftballons verteilt, um beim sogenannten "Rainbow-Flash" den Himmel über Köln für einen Moment lang in Regenbogenfarben zu tauchen. Offiziell startet der Cologne Pride am 23. Juni mit der "Fantasypride" und einer großen Opening Party im Phantasialand. Daran schließt sich ein zweiwöchiges Kulturprogramm in der Kölner Innenstadt an.
Vom 6. bis 8. Juli werden schließlich wieder tausende Kölner und Köln-Besucher die Straßen der Domstadt säumen, wenn das Straßenfest gefeiert und die Parade zum Christopher-Street-Day (CSD) durch die City zieht. Auf drei Bühnen geht eine 60-Stunden lange Show von statten, die Stars wie Echopreisträger Jupiter Jones pro bono unterstützen.
Konzerte hören, mitdiskutieren und abtanzen
Auf der Hauptbühne auf dem Heumarkt stehen die beiden CSD-Legenden Margarethe Schreinemakers und Bernd von Fehrn als Moderationsteam auf der Bühne. Für einen musikalischen Ohrenschmaus sorgen unter anderem X- Factor-Gewinnerin Edita Abdieski und MiMi, die Tochter von Marius Müller-Westernhagen. Während an der Tanzbühne am Gürzenich auf Vokalhouse und Elektro abgefeiert wird, finden auf der sogenannten "Politur-Bühne" (Politik und Kultur) auf dem Alter Markt politische Runden und Kundgebungen statt.
Die Programmzeiten für alle Bühnen bleiben wie in den Vorjahren bestehen: Freitag (6. Juli) darf zwischen 18 und 22 Uhr gefeiert werden, am Samstag und am Sonntag (7. und 8. Juli) zwischen 14 und 22 Uhr. Auch die Parade startet wie gehabt am 8. Juli um 12 Uhr an der Mindener Straße und führt über den Heumarkt, die Schildergasse, den Neumarkt und Komödienstraße hin zum Dom.
Neu ist das Druckmittel, mit dem die Macher des Events die Abgeordneten des deutschen Bundestag zur Gleichstellung von Homos und Heteros bewegen wollen: In den nächsten Wochen schicken KLuST-Mitarbeiter einen Brief an die Politiker und lassen sie abstimmen: Ich will die Gleichstellung von Schwulen und Lesben - Ja oder Nein". Auf einer gesonderten Internetseite veröffentlichen sie anschließend die Ergebnisse anhand eines virtuellen Sitzungsplans.
Neu ist auch, dass der ColognePride 2012 klimaneutral sein wird. Mit Hilfe der Rheinenergie soll der Energieverbrauch auf Ökostrom umgestellt werden.
(Erstellt am 9. Mai 2012 - 12:56 Uhr; aktualisiert 11. Mai 2012 - 15:09 Uhr)
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Kommentare
Hallo ! Ich finde den
Hallo ! Ich finde den Kölner CSD Tausendmal Schöner als alle von mir bis jetzt miterlebten CSD's in Europa . Auch wenn er leider immer Komerzieller wird . Ich bin echt traurig darüber das ich dieses Jahr aus Gesundheitsgründen nicht daran teilnehmen kann . Aber in Gadanken werde ich dort sein . Ich wünsche allen viel Spass ! Liebe Grüße aus Berlin!
ich finde solche
ich finde solche Veranstaltungen super. An diesen Tagen (wie auch Karneval...) verkaufe ich schwarz Bier und verdiene ein Schweinegeld :-) danke
Die Veranstalter wünschen
Die Veranstalter wünschen sich primär einen > politischen < CSD. Das Rahmenprogramm ist voller poltischer Veranstaltungen.
Die Medien machen daraus zu meinem Ärger immer ein "bunt und schrill soll er werden". Das ist eine Verdrehung der Intention des CSD. Es gibt sehr viele politische Inhalte, die von Medien in ihrer Berichterstattung in den Vordergrund gestellt werden könnten.
Tun Sie das doch einfach einmal, anstatt auch in diesem Bericht nach einem kurzen Auftakt mit Nennung gesellschaftspolitischer Anliegen die langweilig gewordenen Klischees zu bedienen!
Hallo, am besten den ganzen
Hallo,
am besten den ganzen Mist abschaffen.
Gruß Sepp.
@ Sepp: Der CSD ist kein
@ Sepp: Der CSD ist kein "Mist". Und abgeschafft werden wird er nicht, solange mit homophoben Äusserungen, Gesetzen und Haltungen die Menschenrechte und Grundrechte verraten werden.





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