200.000 Euro Miese
Gay-Games-Veranstalter insolvent
Im Sommer 2010 kamen etwa 10.000 Sportler zum weltweit größten schwul-lesbischen Sportwettkampf, den Gay Games, in Köln zusammen. Jetzt meldete der Veranstalter, die games cologne gGmbH, Insolvenz an.
Bildergalerie: Rückblick auf die Gay Games in Köln
Zum Defizit hätten unter anderem die nach dem Loveparadeunglück von Duisburg erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geführt, deren Kosten um einen fünfstelligen Betrag stiegen. Außerdem hätten Diebstähle ebenfalls zu Kosten in fünstelliger Euro-Höhe geführt.
Darüber hinaus konnten oder wollten Partner ihre Lizenzzahlungen nicht erfüllen, da sie selbst mit höheren Einnahmen kalkuliert hatten, bemängelte die games cologne gGmbH.
Nun hat die games cologne gGmbH beim Amtsgericht Köln die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.
(Erstellt am 24. April 2011 - 20:45 Uhr; aktualisiert 24. April 2011 - 21:12 Uhr)
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Kommentare
Ich möchte dem cgnandi
Ich möchte dem cgnandi zustimmen. Genau meine Gedanken beim Lesen des Beitrags - da wird die Schuld wieder woanders gesucht und mir stehen die Haare zu Berge, dass erhöhte Sicherheitsvorkehrungen u.a. den Verlust verursacht haben sollen!? Das ist LÄCHERLICH..oder will jemand allen ernstes behaupten, dass vor dem Unfall bei der Loveparade mit der Sicherheit bei den Gaygames viel zu lax umgegangen worden war? Leute,.. es waren schlicht Stümper am Werk. So eine Veranstaltung in dieser Größenordnung sollte nicht Miese machen, sondern GEWINN!
Mal ein Beispiel: ich hatte vor, nachdem ich erfuhr, dass am Tag der Eröffnung Karten für die Eröffnungsfeier verbilligt verkauft werden sollten, in der Neumarktpassage an der Vorverkaufsstelle noch Karten kaufen wollen. und was war: die war GESCHLOSSEN! Das Angebot der Ticketvergünstigung wurde vorher gut kommuniziert, aber dasnn SOWAS? Und was war die Erklärung auf Nachfrage bei den Organisatoren: Wir haben den freiwilligen Helfern ermöglicht, selbst bei der Eröffnungsveranstaltung teil zu nehmen, da sie so viel gearbeitet haben, so dass die Verkaufstelle eher geschlossen wurde. HALLO? GEHT'S NOCH? Die Arbeit der Freiwilligen in allen Ehren, aber man ist doch ehrenamtlicher Helfer, WEIL man arbeiten und unterstützen möchte. Wie dämlich kann ein Veranstalter sein und dann die Helfer abziehen, die Ticktets in der Innenstadt für eine Veranstaltung, die längst nicht ausverkauft war, verkaufen sollten? Und das ist nur eines der Beispiele.. von wegen "Diebstahl", "Sicherheitsvorkehrungen" et al.. STÜMPERHAFTE Organisation, dass es fast weh tut.
nun ich als kaufmann sehe
nun ich als kaufmann sehe diese angelegenheit ein wenig anders. fakt ist doch, dass einfach bei den kalkulationen mist gebaut wurde. wieder einmal. und wenn ich an diese veranstaltung zurück denke wurde viel geld für blödsinn verblasen. und nun waren es die diebstähle... aha...
hier wird mal wider im nachhinein alles schön geredet und entschuldigt. geht ein normales unternehmen pleite werden die verantwortlichen zur rechnschaft gezogen. so sollte es auch hier sein.
warum läßt man menschen die keine ahnung haben ein solches unternehmen planen und durchführen? es sind so unglaublich viele fehler gemacht worden, dass es schon körperlich weh tut. ich für meinen teil denke die staatsanwaltschaft sollte an dieser stelle einmal alle unterlagen unter die lupe nehmen
Timm.TV pleite. Die Gay
Timm.TV pleite. Die Gay Games pleite. Und mir ist auch schon ganz schlecht.
Im Ernst, es gab schon viele Schwierigkeiten:
- Die wirtschaftliche Lage
- Die zeitliche Nähe zum Duisburg-Unglück
- Das Wetter
- ...
Damit war das Budget schon spitz auf Knopf genäht. Aber hey, wer in der Lage ist bei einem solchen Großereignis komplett verlustfrei zu arbeiten, der werfe den ersten Stein.
Schließlich liegt eines der größten Probleme am Ende in der Unsicherheit. Während ein Unternehmen im Verlauf seines Lebens immer wieder Möglichkeiten hat,Verluste auszugleichen, ist dies bei einer Großveranstaltung anders... Das Geld muss vorher ausgegeben werden und an der Veranstaltung verdient. Dass dies ein deutlich höheres Ausfallrisiko bedeutet, ist klar.
Selbst bei olympischen Spielen sind massive Verluste der Betreibergesellschaft deshalb ganz normal. Also Kopf hoch und daran denken: Die Gay Games haben das Image Deutschlands und vor allem Kölns in der Welt beflügelt. 10.000 Sportler haben miteinander gewetteifert und gefeiert. Und das ist auch gut so.
Mal sehen was daraus wird.
Mal sehen was daraus wird. Wäre schade wenn wegen z.B. erhöhten Sicherheitsvorkehrungen, das Event nicht mehr stattfinden würde... :(
Die Gaymes werden zu unseren
Die Gaymes werden zu unseren Lebzeiten vermutlich sowieso nie wieder in Köln stattfinden ... das Ding findet doch nur alle vier Jahre statt - und jetzt sind erstmal alle möglichen anderen Länder/Städte dran.









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