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Pripro im Gürzenich

Kölns Stadtgründerin Agrippina proklamiert Dreigestirn 2016

Erst die Prinzenproklamation macht aus einem designierten Dreigestirn ein "richtiges" Dreigestirn im Ornat und mit den Insignien der jecken Macht. Im Gürzenich nahm die Proklamation der Session 2016 Kölns Stadtgründerin Agrippina vor.

Links ist rechts, oben ist unten, andersrum auch - zumindest in der Kölner Karnevalssession 2016. Denn getreu dem Motto "Mer stelle alles op der Kopp“ ist im aktuellen Karneval nicht immer alles so, wie es üblicherweise ist. Und das auch auf der Prinzenproklamation am Freitagabend im Gürzenich, welche ein Dreigestirn erst zu "Narrenherrschern" im Ornat macht: Die Bühne, auf der Prinz Thomas II. (Elster), Bauer Anton (Maslak) und Jungfrau Johanna (Jörg Hertzner) standen, zeigt Köln spiegelverkehrt, das Funkenmariechen hebt den Tambourmajor und die "Eistüte" von Claes Oldenburg am Neumarkt ist auf den Kopf gestellt.

Den Akt der Proklamation übernahm mit Henriette Reker nicht erstmals nur eine Frau als Kölner Oberbürgermeisterin, nein, Reker schlüpfte auch gleichmal in die Rolle der Agrippina der Jüngeren. Die Mutter Neros gilt als Gründerin der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, dem heutigen Köln. Dieser, der Reker-Agrippina, musste das Trifolium erst einmal Rede und Antwort stehen, bevor die Jeckenregenten ihre Insignien der närrischen Macht - der Prinz seine Pritsche, der Bauer die Schlüssel der Stadt und die Jungfrau ihren Spiegel - entgegennehmen konnten. Von da an "regiert" das Dreigestirn die kölschen Jecken bis zum Aschermittwoch, an dem bekanntlich alles vorbei ist.

Bildergalerie: Prinzenproklamation 2015 im Gürzenich

Ziemlich kölsche Proklamation

Das Trifolium machte keinen Hehl aus seiner urkölschen Herkunft. Prinz Thomas II., Bauer Anton und Jungfrau Johanna hielten ihre Ansprache an das Publikum im Gürzenich einfach mal in kölscher Mundart - das Dialektverständnis Anwesender und der Fernsehzuschauer vorausgesetzt oder auch ignorierend. "Mer schwaade wie uns de Schnüss jewahße es - en kölscher Sprooch", machte Prinz Karneval klar. Da wunderte es niemanden, dass sich die drei "Kölsche Jung" als Liedgut ausgesucht hatten und dies lautstark schmetterten. Mit dem gesamten Gürzenich als Backgroundchor.

Bildergalerie: So wurde im Gürzenich gefeiert

Im Anschluss die Proklamation ging es kunterbunt und musikalisch weiter. Unter anderem brachten die Wise Guys, die "kölschen Jungs" Brings sowie die Höhner zusammen mit der Jungen Sinfonie die Anwesenden in Schunkel- und Mitsingstimmung. Nach Mitternacht feierten Narren in Korpsuniform, Frauen im schicken Abendkleid und Männer im Smoking im Foyer ausgelassen. Die jecke Laune in Kölns guter Stube ließen sich auch etliche Honoratioren und Promis nicht entgehen. Außer den beiden Ex-OBs Fritz Schramma und Jürgen Roters sah man unter anderem Kölns Kardinal Rainer Maria Woelki, WDR-Intendant Tom Buhrow, oder die Bundespolitiker Wolfgang Bosbach und Claudia Roth. Selbst die Regierungspräsidentin Düsseldorfs, Annemarie Lütkes, wagte sich in "Feindesland". (Foto: Helmut Löwe)

Der WDR zeigt im Fernsehen eine Aufzeichnung der Proklamation am Sonntag, den 10. Januar 2016, von 20:15 bis 23:15 Uhr.

 

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