ColognePride jeck wie noch nie
Der CSD zwischen Helene Fischer und schwulen Priestern
Wenn regenbogenfarben gekleidete Lesben und Schwule Helene Fischer Songs mitgrölen und homosexuelle Priester eine "Eucharistiefeier für alle" feiern - dann kann man sich sicher sein: So etwas gibt es nur in Köln. Mit einem Auftritt der Schlagerkönigin beim ColognePride am 8. Juli und einer Heiligen Messe für jede Sexualität ist der CSD 2012 jecker als je zuvor.
Bildergalerie: So schrill war der CSD 2011
Vom ColognePride in der Kölner City ist man ja einiges gewohnt: Von halbnackten Transvestiten bis hin zu weniger knackigen Pos in viel zu kleinen Unterhosen kriegen Besucher des Homo-Events alles zu sehen, was sie schon immer einmal oder auch niemals sehen wollten. Umso jecker ist die Vorstellung, dass während des ganzen Trubels die eher konservativ wirkende Schlagerikone Helene Fischer auftaucht und den Lesben und Schwulen ein Ständchen bringt.
Zum "WDR Schlagerstündchen" am 8. Juli wird sie eine Stunde lang Hits wie "Du hast mein Herz berührt" oder "Von hier bis unendlich" zum Besten geben. Unterstützung bekommt sie von ihre Schlagerkollegen Claudia Jung, Anna Maria Zimmermann und Christoff. Und auch Jürgen Drews ist mit am Start, um auf der schwul-lesbischen Party Ballermann Stimmung zu verbreiten. Zwischen 19.15 und 21.45 Uhr singt die Creme de la Creme der deutschen Schlagermusik Open Air auf der Hauptbühne auf dem Heumarkt. Völlig kostenlos.
Beten mit schwulen Priestern
Um mit göttlichem Beistand in die CSD-Parade am 8. Juli zu gehen, laden zwei Kölner Priester um 10:30 Uhr zur "Eucharistiefeier für alle" ein. Wie allen anderen homosexuell liebenden Gläubigen ist es auch Norbert Reicherts und Christoph Schmidt von der Kirche verboten worden an der Kommunion teilzunehmen. Das jedoch soll niemanden daran hintern, einen Abstecher zu der Messe unweit der Kapelle "St. Hanna und St. Simeon" zu machen. Hier seien "ausdrücklich" alle willkommen, ob Schwule, Lesben, Heteros, Bisexuelle oder Transvestiten. (vn)
Das komplette CSD-Programm vom 7. bis 9. Juli 2012 finden Sie hier. Eine Übersicht über Kneipen, Cafés, Restaurants und Clubs für Schwule, Lesben und Freunde erhalten Sie in unserem Gay-Bereich.
(Erstellt am 4. Juli 2012 - 10:06 Uhr; aktualisiert 5. Juli 2012 - 10:56 Uhr)
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Kommentare
Reines Marketing. Hier geht
Reines Marketing. Hier geht es einzig darum, möglichst viele Besucher in die Stadt zu locken, damit ordentlich die Kassen klingeln. Ja, der CSD ist zum reinen Kommerz verkommen.
Aber müsssen es denn unbedingt solche anachronistische, undifferenzierte, plump-plakative Artikel sein wie dieser? Das hat Köln doch längst nicht mehr nötig. Wir sind doch schon viel weiter. Wird Zeit, dass auch die Journalisten das endlich verstehen,
*** Bitte äußern Sie Ihre
*** Bitte äußern Sie Ihre Kritik doch in sachlicher Form. Vielen Dank, Ihre Redaktion.
Liebes Redaktionsteam, ich
Liebes Redaktionsteam, ich finde auch, dass der Ton die Musik macht. Das wollten Sie mir ihrem Kommentar wohl zu verstehen geben. Dennoch erlaube ich mir die Bemerkung, dass auch Ihr oben stehender Artikel nicht gerade mit dem Höchstmaß an Sachlichkeit formuliert wurde. Viele Grüße, C. Kadenbach
Ja,Wahnsinn.Sie haben es
Ja,Wahnsinn.Sie haben es gemerkt. :-)
Warum muß hier immer Alles
Warum muß hier immer Alles und Jedes in die Karnevalsecke geschoben werden?Zum kotzen.Es soll tatsächlich noch einige geben die nicht Berufskölner sind,und nicht jetzt schon wieder die Tage bis zum 11.11. herunterzählen.Wo sind eigentlich die penetranten,bei jeder Gelegenheit auftretenden Höhner? Die sind doch sonst bei jeder Brunneneinweihung dabei.Ganz schwacher Artikel.
Nervige "Berufskölner" bzw.
Nervige "Berufskölner" bzw. "Karnevals-Hardliner" sind in Köln im Grunde genauso in der Minderzahl wie schrille "Transen" auf dem CSD. Einzig die Presse haut mit solchen niveaulosen Artikeln wie diesem immer und immer wieder in die gleiche Kerbe! Ja, bis zum Erbrechen!
*** Bitte äußern Sie Ihre
*** Bitte äußern Sie Ihre Kritik doch in sachlicher Form. Vielen Dank, Ihre Redaktion.
Reißerischer Artikel. Wie
Reißerischer Artikel. Wie meistens. Schade.
Ich versteh nicht, was an
Ich versteh nicht, was an der Veranstaltung "jeck" sein soll!
Helene Fischer ist genauso wenig "jeck" wie "schwule Priester".
Auftritte von "Schlagersängern" auf CSDs und "Eucharistiefeiern" der queeren Community sind es auch nicht.
"Jeck" scheint mir hier vor allem der Artikel zu sein bzw. die Person, die ihn verbrochen hat.
Warum nur muss die liebe Presse in Köln allem und jedem immer geich den Stempel "jeck" aufdrücken? Hat die Stadt nicht mehr zu bieten? Reicht es nicht schon an Karneval? Ich kann's nicht mehr hören!
Noch mal zum Mitschreiben: Der CSD ist nicht "jeck"!
Helene Fischer ist weder
Helene Fischer ist weder jeck noch konservativ. Hier werden Klischees nach der Holzhammermethode bedient. Etwas mehr Niveau, bitte.





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