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"Conchita 4711"

Kölns Antwort auf Conchita Wurst

Jetzt geht's um die Wurst. Zugegeben: Der Spruch hat nen Bart. ESC-Gewinnerin Conchita Wurst aber auch - und der spaltet inzwischen ganz Europa. Jetzt stöckelt mit "Conchita 4711" eine Kölner Doppelgängerin in den Medienzirkus.

Ist sie's - oder ist sie's nicht? Am ExCorner herrschte Mittwochnacht Verwechslungsgefahr: Was macht denn die Wurst in Köln? Immer wieder anhaltende Autos, Erinnerungsfotos mit Passanten. Doch nicht etwa Europas berühmteste Bartträgerin hatte sich ins Bermudadreieck verirrt: Köln hat jetzt einen täuschend echt aussehenden Doppelgänger - der aber nicht bloß Trittbrettfahrer sein will.  

Getreu dem Motto: Was die Ösis können, kann Köln schon lang, ist die Illusion auf den ersten Blick perfekt: Ein Augenaufschlag, der einen tobenden Gott besänftigen könnte. Dazu rote Pumps, Korsage und jede Menge Polster - an Hüften, Schultern, Busen und Po. Das Kleid: wie angegossen. Der Name: neuerdings "Conchita". Den echten mag sie nicht verraten, tritt sie doch ohnehin nur als echt Kölnisch Double auf: "Conchita Siebenundvierzigelf" - die Zwillingsschwester vom Rhein.

Beim Barte der Conchita - alles nur eine Rolle

Ein untrügliches Fälschungsmerkmal aber gibt es: "Mein Bart ist echt", säuselt sie. "Nur ganz wenig nachgemalt." Wer hinter dem femininen Erscheinungsbild ein verletzliches Wesen vermutet, könnte sein blaues Wunder erleben. "Ich spiele nur eine Rolle", so Conchita. "Eigentlich bin ich ein ganz normaler Typ, keine Transsexuelle." Am Hauptbahnhof einmal übel angepöbelt, habe sie gar schon einmal mehrere Chaoten alleine an der Wegfahrt gehindert. 

Durch puren Zufall nur sei sie zu ihrem Alter-Ego gekommen: Freunde bemerkten die starke optische Ähnlichkeit. Und Schwups - schon lief sie im Kleid durch Köln. Doch mon Dieu: Wer Frau sein will, muss leiden. Conchitas Urteil nach einer Woche Schminken, hohen Absätzen und rasiertem Dekolleté: "Mädels: ich fühle mit Euch: Frauen haben es definitiv schwerer als Männer."

Für mehr Toleranz: Rosenniederlegung am Dom

Damit am Ende nicht doch die Kritiker wie Serdar Somuncu recht behalten, die Kölner für nur "pro-forma-tolerant" halten, möchte Conchita für mehr "Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft" ihren Mann stehen. Ihr jüngstes Video "Silent Protest" zeigt eine Rosenniederlegung vor einer verschlossenen Türe des Kölner Doms. Dazu eine türkische und eine russische Nationalflagge.

Hintergrund: "Die Menschen in Russland und der Türkei müssen dazu gebracht werden, nachzudenken", so Conchita. Seien in Russland Anlaufstellen für jugendliche Schwule unterdrückt, sperre Erdogan gar sämtliche Dating-Seiten im Web. Zudem sei die Türkei wegen Conchita Wurst komplett aus dem ESC ausgestiegen. Trotz Pfennigabsätzen hat Conchita 4711 nicht die Bodenhaftung verloren: "Kleine Schritte wären hier schon eine große Veränderung." (Foto: Hardt)

"Silent Protest": Conchitas Botschaft im Video

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