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Gamescom 2014

Top oder Flop? So urteilen die Hardcore-Gamer

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Stundenlanges Anstehen für wenige Minuten Zocken. Überfüllte Gänge, durch die sich die Besucher schieben wie Spielfiguren einer tagelangen Partie. Auf der Gamescom kann Leidensfähigkeit gefragt sein. Doch Hardcore-Gamer machen keine Spielchen. Ihr Urteil zur Fachmesse: gespalten.

Halle 7: Der Schwarm umkreist seine Königin. Mit der Erhabenheit einer blutbesudelten Amazone steht Annika (26) umringt von Fotografen. Jeder Blitz bricht sich an ihren Stacheln, ihren Dornen, ihren Tentakeln. Denn Annika hat sich in Schale geworfen: Als Kerrigan, die Königin der Klingen, ist die Gamescom ihre Bühne - und Halle 7 ihr Reich.

Ein Jahr hat die Metamorphose zu Kerrigan gedauert - literweise Bauschaum, Latex und Sprühlack verschlungen. Nun triumphiert sie wie das Original aus dem Strategiespiel "Starcraft 2". Ein Game, mit dem sie erst auf Kriegsfuß stand. "Aber die 'Zerg' sind so schön schleimig", lacht sie - und in ihren Augen blitzen tausend Sterne, als wenn eine Mutter von ihren Kindern sprechen würde. So sexy sind die Girls der Gamescom 2014

Cosplay-Village: beide Latexdaumen nach oben

Ihr königliches Urteil zur Gamescom: Spieleverlockungen perlen an ihr ab - aber das Gesehenwerden, das ist hier unvergleichlich. Später will sie noch ins Cosplay Village - Treffpunkt für Kostüm-Liebhaber mit Auge für's Detail. 

Der Tag könnte schöner nicht sein, da verfinstert sich ihr Blick: Am Stand von Blizzard läuft doch tatsächlich eine zweite Kerrigan umher... "Das darf doch nicht wahr sein", murmelt sie. Oder ist es Kerrigan, die aus ihr spricht? Die Galaxis ist einfach zu klein für zwei Alpha-Weibchen.

Retro schön und gut - aber bitte von unserer Generation

An einer Rolltreppe in Halle 10 sitzt Daniel (24). Müde und abgekämpft hat er sich seine "Payday"-Clownsmaske über's Gesicht gezogen. Ein stilsicheres Nickerchen. Mit Goldkettchen, Schulterfett und Pferdeschwanz wirkt er wie der fleischgewordene Prototyp des Hardcore-Gamers, den alle Spieleschmieden mit ihren jüngsten Offenbarungen bekehren wollen: Single, zahlungskräftig, spielt mehr als 20 Stunden pro Woche.

Doch Daniel denkt gar nicht daran, den neuesten Trends hinterher zu hecheln: "Team Fortress 2 ist mein Favorit." Dumm nur, dass der teambasierte Online-Taktik-Shooter schon vor Jahren als "Free-to-Play"-Titel veröffentlicht wurde. Denn auf der Gamescom sucht er ihn damit vergeblich. Auch die neu eingerichtete Retro-Ecke der Gamescom hat starke Schlagseite hin zu den 80er-Jahren.

Daddeln im Stehen: No-Go

Flipper und CommodoreC64 piepsen dort. Aber die wirklich nostalgischen Titel seiner Generation - sie werden schmerzlich vermisst: die letzten Kracher vor der Jahrtausendwende. Mit "Half Life 1", "Anno 1602" oder "Baldur's Gate" - als die Spielebranche in die Erdumlaufbahn startete, Aufbruchsstimmung herrschte - und alles möglich schien.

Daniels Urteil: durchwachsen. Die neuen Stände seien zwar äußerst beeindruckend - doch meist würde viel Platz mit großen Pappaufstellern verschenkt. Er fordert: "Mehr Zocker-Stationen - weniger Schnickschnack." Und warum müssen die Spieler an vielen Ständen im Stehen daddeln? Wer hier Unsummen für den Messeauftritt verpulvere, solle bitte auch noch in Sitzgelegenheiten investieren.

Gebt uns die Dauerkarten zurück!

Leon und Sophie hingegen sitzen ohne zu spielen - und das schon eine ganze Weile. Sie haben sich auf dem Red Carpet am Stand des Ego-Shooters "FarCry4" häuslich eingerichtet: Klapphocker und Schnittchen. Ein Schild verkündet ihnen: Ab hier noch 90 Minuten Wartezeit. "Das ist noch wenig", meint Sophie. Später wollen sie unbedingt das neue WoW-Addon antesten.

Denn was für Außenstehende nur wie ein gewöhnliches Software-Update wirken mag - für Leon und Sophie ist es nicht weniger als die Erweiterung ihrer Welt um einen neuen Kontinent. Seit Jahren verbringt das Pärchen mehrere Stunden täglich in den Weiten von Azeroth. Er Teilzeit-Magier, sie Heilerin. Immer neue Monster und Oberschurken blieben auf der Strecke - ihre Liebe hielt.

Da findet es Sophie umso ärgerlicher, dass ihr wichtige Zeit schon zu Beginn des Messetages flöten geht: Für den ersten Tag hatten sie noch ein Tagesticket, am zweiten mussten sie für ein Nachmittagsticket anstehen. Früher sei das mit Dauerkarten für alle Tage in trockenen Tüchern gewesen. Doch die wurden vom Veranstalter gestrichen.

Weil die Messe zu überlaufen sei, hieß es. "Damit die Tickets nicht durch mehrere Hände gehen", vermutet Leon. Dann wird es hektisch. Die Schlange gerät in Bewegung. Leon klappt seinen Campingstuhl zusammen, geht ein paar Schritte und faltet ihn wieder auf. Über ihm ein Schild: Ab hier noch 60 Minuten Wartezeit. (Fotos: Hardt)

Onlinespiele

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