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Anders und doch gut

"Fleisch ist mein Gemüse" feiert gelungene Theater-Premiere

Das Theater der Keller wagt sich mit seinem neuen Stück in Co-Produktion mit den Wuppertaler Bühnen an einen Bestseller heran: "Fleisch ist mein Gemüse." Das Stück ist noch bis Ende April im Theater in der Südstadt zu sehen und wird bis dahin sicherlich so manchen Fan des gleichnamigen Romans anziehen. 

Protagonist Heinz ist im Hamburger Vorort Harburg groß geworden und fristet dort dem schnöden Landleben eines mit Akne bestraften Twens, dem das Schicksal eines tristen Vorstadtlebens ohne Job, ohne Perspektive vorbestimmt zu sein scheint. Eines Tages erhält er jedoch die Möglichkeit in der Showband "Tiffanys" als Saxophonist auf diversen Schützen- und Scheunenfesten aufzutreten. Ein aufregender und einschneidender Abschnitt in Heinz' Leben beginnt.

Die literarische Vorlage lebt vor allem von Heinz humorvollen, manchmal absurden Gedankengängen. Das Theaterstück versucht, diese teilweise mit Playback aus dem Hintergrund wieder aufzunehmen. Dennoch besticht das Theaterstück, anders als das Buch, nicht durch den unglaublichen Humor. Es ist einfach ein gelungenes Bühnenwerk, das die groteske Stimmung mehr als deutlich wieder gibt und sich nicht auf dem Humor des Romans ausruht.

Für den humorvollen Teil ist auf der Bühne hauptsächlich Lutz Wessel, der den Leadsänger Gurki spielt, zuständig. Mit ungeheuer komischem Talent trägt er die sich immer wiederholten Kalauer des Frontmanns der "Tiffanys" vor und zeigt auch gesangliches Können. Heinz, gespielt von Daniel Breitfelder, schlüpft hier in die Rolle des unbeliebten Losers, der, anders als die Romanfigur, bei den Zuschauern auf Antipathie trifft. Schauspielerisch zeigt das Ensemble durchweg eine großartige Leistung. Besonders hervorzuheben sei hier noch Maria Amman, die als Heinz' schizophrene Mutter brilliert.

Inhaltlich findet der Bücherfreund alle relevanten Szenen wieder. Wer die literarische Vorlage allerdings nicht kennt, der wird so manches Mal bei der losen Aneinanderreihung der grotesken Szenen ins Stocken geraten und nicht unbedingt alles einordnen können. Trotzdem: Wer gerne einen guten Theaterabend mit einem gewissen Anspruch genießt, der sollte sich "Fleisch ist mein Gemüse" im "Theater der Keller" auf keinen Fall entgehen lassen. (kb)

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