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Ende der Deutschlandtour

Flammen, Laser und viel Lärm bei Metallica

Das letzte Konzert ihrer Deutschlandtour gaben die Rockgrößen Metallica in der Kölner Lanxess-Arena. 18.000 Fans erlebten am Sonntag ohrenbetäubenden Metal, Lasergewitter und mannshohe Flammensäulen.

Von Helmut Löwe

La Ola vor dem Auftritt einer Metalband? Beinharte Rocker, die bei sanfteren Klängen mit dem Feuerzeug schwenken? Ja, richtig gesehen - bei Metallica. Die Aushängeschilder der Musik der knallharten Ganghart waren am Sonntagabend zu Gast in der ausverkauften Lanxess-Arena. Und die Amerikaner verwandelten das Henkelmännchen mit ihrer Thrash-Metal-Attacke in eine ohrenbetäubende Rock-Arena.

Bildergalerie: Metallica-Deutschlandtour 2009

Wenn die einstigen Wegbereiter einer neuen Ära des Rock auch längst nicht mehr so wild sind wie zu ihrer Anfangszeit, so sind sie doch weder leiser, zahmer oder langsamer geworden. Lediglich bekannter und viel erfolgreicher bei einer riesigen Zuhörerschaft. Metallica, die im Jahre 1983 mit ihrem Debütalbum "Kill 'em All" den Thrash-Metal, die unglaublich schnelle Spielart des Heavy Metal, begründeten, sind mittlerweile eine anerkannte Rockgröße weit, weit über die Metalszene hinaus. So wunderte es am Sonntag niemanden, dass Metallica die Lanxess-Arena mit etwa 18.000 sowohl gemäßigten Rockfans als auch beinharten und kuttenbehangenen Metalheads ausverkauften.

Sänger und Gitarrist James Hetfield, Gitarrist Kirk Hammett, Bassist Robert Trujillo sowie Schlagzeuger Lars Ulrich wurden ihrer ambivalenten Rollen gerecht: Für die Metaller unter den Zuschauern lieferten sie mit Titeln wie "Master of Puppets" vom gleichnamigen 1986er Album oder "My Apocalypse" vom neuen Album "Death Magnetic" die pfeilschnellen Vorlagen für wildes Pogen in den Moshpits vor der Bühne, die in der Mitte der Arena platziert war. Und die gemäßigten Rockfans bekamen mit "Nothing else matters" und "Enter Sandman" die wohl beiden bekanntesten und breitenwirksamsten Songs des Quartetts vom Megaseller "Metallica" (bekannt auch als "Black Album") zu hören.

Laser, Flammen und Metallsärge

Dass Metallica heute weit mehr sind als eine bekannte und beliebte Metalband - einen solchen Ruf genießen zum Beispiel ebenfalls Slayer, Judas Priest oder Iron Maiden, ohne jedoch in gigantischen Hallen zu spielen - machten sie auch mit ihrer Show deutlich: Ein Lasergewitter, das aus den unter der Hallendecke angebrachten schwenkbaren Metallsärgen hinaus aufs Publikum prasselte. Meterhohe Flammen aus dem Bühnenboden, die selbst den Zuschauern auf den Rängen glühende Hitze ins Gesicht trieben. Und überdimensionale schwarze Wasserbälle, die während des letzten Titels "Seek& Destroy" nach knapp zweieinhalb Stunden auf die Fans herabregneten. Es wurde deutlich: Bei Metallica ist halt einfach mehr in einem Konzert los, als dass lediglich knallharte und gute Musik in wahnwitziger Lautstärke - bei diesmal nicht astreinem Sound - aus der Anlage schallt.

Manch einem mochte die große Show herum um die vier Musiker vielleicht etwas zu bombastisch erscheinen, der Eindruck des Auftrittes der vier großen Künstler auf der riesigen Bühne zwischendurch ein wenig seelenlos vorkommen - doch die überkochende Stimmung unter den Fans und die musikalischen Fähigkeiten der Band ließen solche Gedanken wieder verfliegen. Wenn Hammett als Intermezzo zwischen den Songs alleine im Lichtkegel solo auf den Saiten seines Instrumenes zauberte, wenn Ulrich in den langsameren Passagen wohlbedacht akzentuiertes Schlagzeugspiel an den Tag legte, dann konnte dies wirklich beeindrucken. Zwei Ausnahmemusiker inmitten eines Lärminfernos.

Beeindruckt von der Begeisterung unter den 18.000 war auch die Band selbst: Noch lange nachdem das letzte Gitarrenriff verklungen war, feierten Hetfield, Hammett, Trujillo und Ulrich zusammen den schwitzenden und glücklichen Fans den lauten und gelungenen Auftritt. "Ihr seid großartig", bedankte sich Hammett gegen kurz nach 23:30 Uhr. Und wohl die meisten der Fans werden sich auf dem Heimweg ähnlich gefühlt haben, wie es ihnen Hetfield bereits angekündigt hatte: "Wenn ihr nach Hause geht, fühlt ihr euch taub - aber sehr viel besser!"

Setlist:

- That was just your Life
- The End of the Line
- ... And Justice for all
- King Nothing
- Fade to Black
- Broken, Beat & Scarred
- My Apocalypse
- Sad but true
- One
- The Judas Kiss
- The Day that never comes
- Master of Puppets
- Dyers Eve
- Nothing else matters
- Enter Sandman
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- Overkill (Motörhead-Coverversion)
- Die, die my Darling (The Misfits-Coverversion)
- Seek & destroy

Zum Bericht über den "Guitar-Hero: Metallica"-Wettbewerb: "Tausende wollen sich Treffen mit Metallica erspielen"

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