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Der Kinofilm der Woche

Fightgirl Ayse

Als Tochter konservativer türkischer Einwanderer ist Schülerin Ayse ständig gefordert. Denn zwischen Familienpflicht und Leidenschaft für das vom strengen Vater verbotene Kung Fu bleibt kaum Zeit für Schule - und erst recht nicht für einen Freund. Doch seit sie an der Elite-Schule des chinesischen Kung-Fu-Meisters Sifu angefangen hat, wachsen Gefühle für ihren Trainingspartner Emil...

Berlin (ddp). Ayse (Semra Turan) liebt den Kampfsport. Gerade erst ist die türkischstämmige Kopenhagenerin einer gemischten Kung-Fu-Gruppe beigetreten. In ihrer Verwandtschaft stößt Ayses Leidenschaft unterdessen auf Missfallen. Prügeln gehört schließlich nicht zu den Aufgaben eines tüchtigen Mädchens, erst recht nicht der Kampf gegen Jungs. Doch Ayse lässt sich nichts verbieten. Heimlich setzt sie das Training fort. Als die Verlobung ihres Bruders aufgrund ihrer Sportinteressen zu platzen droht, kommt es zur familiären Eskalation.

Nach ihrem Dogmafilm «Alt, neu, geliehen & blau» bringt die dänische Regisseurin Natasha Arthy mit «Fightgirl Ayse» ihr erstes Jugenddrama auf die Leinwand. Auch dabei dreht sich zunächst vieles um Hochzeiten und Beziehungen. Während Ayses Bruder seine Heirat vorbereitet, lernt die Schülerin auf der Kampfsportmatte einen dänischen Sportler kennen und lieben. Doch diese Beziehung ist nicht gewollt. Ihre Eltern würden Ayse lieber mit einem Türken verheiraten. Einen Kandidaten haben sie bereits im Visier. Ayse hat allerdings kein Interesse daran, ihr Leben von außen bestimmen zu lassen.

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«Fightgirl Ayse» erzählt nicht nur vom Erwachsenwerden einer jungen Frau, sondern ebenso von der Loslösung von der eigenen Familie. Arthy spielt bei alldem mit den gängigen Klischees über südosteuropäische Migranten. Zumindest unterschwellig spielen Themen wie Zwangsverheiratung sowie die traditionelle Auslegung des Frauenbildes im türkischen Kulturkreis gewichtige Rollen. Zudem wird in der Beziehung von Ayses Bruders deutlich, dass sich keine Menschen miteinander verbinden, sondern ganze Familien. Der Leitsatz: «Wenn du meine Tochter mit deinem Sohn verheiratest, beschaffe ich dir einen Job», schwebt über den Verlobten.

Ayse möchte dieses Spiel hingegen nicht mehr mitspielen. Daher entfernt sie sich immer mehr von der eigenen Familie. Für ein junges Mädchen ist das ein schwieriger und schmerzvoller Prozess. Der Sport steht dabei stellvertretend für ihre emotionalen Qualen und ihre innere Kampfbereitschaft.

Daneben erzählt «Fightgirl Ayse» aber auch eine Liebesgeschichte. Die Annäherung zwischen der Teenagerin und ihrem Sportkameraden wurde von Arthy intelligent umgesetzt. Die Jugendlichen kommen sich näher, indem sie sich gegenseitig verprügeln. Das ist eine interessante Herangehensweise. Trotz aller Klischees ist Arthy ein ansehnliches Jugenddrama gelungen, das nicht zuletzt durch die Anziehungskraft von Hauptdarstellerin Semra Turan überzeugt.

Drama, Dänemark 2007
Regie: Natasha Arthy
Darsteller: Semra Turan, Nima Nabipour, Cyron Bjørn Melville, Behruz Banissi u.a.
101 Minuten


Die offizielle Website zum Film
"Fightgirl Ayse" in Kölner Kinos
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