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„Fatal Banal“ feiert Mitmach-Karneval

Narren erfinden die „Salafarier“

Köln. Es wird gesungen und geschunkelt, immer wieder, das Publikum ist kaum zu bremsen. Die Karnevalisten von „Fatal banal“ dürften in dieser Session wohl die Sitzung mit dem größten Mitmach-Faktor präsentieren.

„Schuld“ sind eine gelungene Inszenierung, Running-Gag Schunkel-Günni , ein wieder einmal glänzend aufgelegter Sitzungspräsident Christoph Stubbe, die Kapelle „Six Jeck“ und nicht zuletzt die eng-gemütliche Atmosphäre im Bürgerzentrum Ehrenfeld.

Ihren Biss beweisen die Sieben gleich am Anfang mit der Erfindung der „Salafarier“: Da wetteifern Neo-Nazis und islamistische Extremisten wer die besten Bomben baut, der schlimmste Anti-Semit oder Schwulenhasser ist. Was liegt da näher, als sich zu verbünden – eben zu den „Salafariern“. Doch weil beide Seiten auch im Hass wetteifern, kann es aus der Liebe zwischen Arierin und Salafist nichts werden – selbst wenn der ein Konvertit aus Frechen ist.

Chantalls Mutter (Susanne Hermanns) meldet sich: Ihre Tochter hat sich in einen Türken verliebt. Dass erlauschte Sätze wie „Wenn ich gekommen wäre, hätte dich das sehr gefreut“ nur Beispiele aus der Nachhilfe für deutsche Grammatik sind und nichts mit Kondomen zu tun haben, will sie nicht glauben. Vollends peinlich wird es, als sie – deutsch radebrechend – den Kontakt zu den Eltern des künftigen Schwiegersohns sucht. Ein entlarvender Sketch zum Fremdschämen.

Der Verfall der deutschen Sprache, SMS-Terror, die Frauenquote im Karneval (dank der Pläne von Bundesfamilienministerin Schröder können die Männer die Macht im Frauenkarnevalsverein „Colombina Colonia“ übernehmen), Pflege im Alter (wer im Quiz gewinnt, erhält die höchste Pflegestufe), Schleckerfrauen als Erzieherinnen und der 1. FC Köln (mit einem traurig-schönen a-capella-Chor) sind weitere Themen.

Zwar ist „Fatal banal“ nicht ganz so scharf wie im Vorjahr, doch das macht der Spaß an der Freud bei Ensemble und Publikum mehr als wett. Mitreißend köstlich das Schlussduo der Ensemble-Neulinge Mieke Stoffelen und Mario Michalak: Als „Karnevalshasser“ stehen sie voller Widerwillen auf der Bühne, vom eigenen Erfolg angeekelt, ermuntert sie das Publikum zum Singen und Schunkeln, während er mit lautmalerischer Zungenakrobatik die Musik unterstützt. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! (js)

„Fatal banal“ – weitere Termine: 19.1. (20 Uhr), 20.1. (18 Uhr), 24.1. bis 26.1. (20 Uhr), 27.1. (18 Uhr), 30.1. bis 2.2. (20 Uhr), 3.2. (12 Uhr), 6.2., 8.2. bis 10.2. (20 Uhr), Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Str. 429, 50825 Köln-Ehrenfeld, Karten: KölnTicket

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