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Phil Collins und Andrea Fraser

Doppel-Ausstellung im Museum Ludwig

Gleich mit zwei Ausstellungen begleitet das Museum Ludwig die artcologne. Schon lange geplant war die Präsentation von Phil Collins. Mit Andrea Fraser wird die diesjährige Trägerin des Wolfgang-Hahn-Preises vorgestellt.

Was will Kunst, wie wirkt sie? Wer bezahlt sie? Das sind die Fragen, der die US-Künstlerin Andrea Fraser in Videos, Performances und Texten nachgeht. Sie steht damit in der Tradition der Künstler, die in den 1970er Jahren begannen, sich mit Kunst in die politische Recherche-Arbeit einzumischen und dabei auch nicht vor dem Kunstbetrieb halt machten.

Die jetzige Ausstellung der heute 48-Jährigen ist eine kleine, spannende und intellektuelle Retrospektive, beginnend mit 1990, als sie ihre erste Galerie-Ausstellung hatte – in Köln. Zu sehen sind zehn Videos, fünf Video- und zwei Toninstallationen, dazu von ihr entworfene Plakate sowie Bücher und Notizen aus ihrem persönlichen Archiv. Unter den Videos auch eines, in dem sie eine Eröffnungsrede von Martin Kippenberger nachspielt, dem 1997 verstorbenen enfant terrible der deutschen Kunstszene. Lässig steht sie da, ein Glas Kölsch in der Hand und bittet vergeblich um Ruhe, um seine Kunst zu erklären. Klappt das – auch in der Umsetzung durch eine Frau?

Der Wolfgang-Hahn-Preis wird von der „Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig“ (GMK) verliehen, in diesem Jahr zum 19. Mal. Er besteht im Wesentlichen aus dem Ankauf von Arbeiten des Preisträgers, wofür jeweils maximal 100.000 Euro bereitstehen, und einer Ausstellung. Leichter zugänglich als die Kunst von Fraser ist die Briten Phil Collins, der Dozent an der Kölner Kunsthochschule für Medien ist im Übrigen nicht mit dem gleichnamigen Musiker identisch.

Seine Arbeiten zeichnen sich durch die Einbeziehung des Alltags, insbesondere der Unterhaltungskultur aus. So sind in zwei muffigen Wohnwagen Aufzeichnungen von Teleshopping und porno-ähnliche Telenovelas zu sehen – zwei Welten finden hier zusammen, die Freiheit, Reichtum und Vergnügen versprechen.

Speziell für Köln entstand „my heart’s in my hand, and my hand is pierced, and my hand’s in the bag, and the bag is shut, and my heart is caught“: Dafür stellte er in der „Überlebensstation Gulliver“ unter dem Hauptbahnhof eine Telefonzelle auf, von der aus Obdachlose kostenlos telefonieren konnten. Die anonymisierten Gespräche ließ er dann von Musikern bearbeiten und auf Vinylplatten aufnehmen. 15 von 800 Gesprächen sind jetzt in kleinen Kabinen zu hören.

„Andrea Fraser: Wolfgang-Hahn-Preis 2013“, Phil Collins: „In every dream home a heartache“ – beide Ausstellungen enden am 21. Juli 2013, Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, Di-So 10-18 Uhr, jeden 1. Donnerstag im Monat 10-22 Uhr.

Onlinespiele

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