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Kitschigster Filmsatz, schlimmster Albtraum

Die Stars aus "Der Hobbit" verraten ihre Geheimnisse

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Treffen sich ein Drachtentöter, ein Jüngling und ein Ork im Hotel... Was sich anhört wie der Beginn eines schlechten Gags, ist die Ausgangssituation für unser Interview mit den Hobbit-Stars. Luke Evans, John Bell und Lawrence Makoare plaudern auf der HobbitCon 2015 aus dem Nähkästchen.

Klartext mit: Luke Evans | John Bell | Lawrence Makoare

Er ist der Drachentöter mit den sanften Augen: Als "Bard, der Bogenschütze" bringt Luke Evans die den Drachen Smaug zur Strecke. Im echten Leben weiß er um die Kraft der sanften Töne: Der in Wales geborene Schauspieler ("Kampf der Titanen", "Robin Hood", "Dracula Untold") ist auch ein begnadeter Sänger.

Aufwärmfrage: German Beer oder Britsh Ale?

Luke Evans: Uuuh! Wenn überhaupt: Dann German Beer! Ich habe es vor vier Jahren zum ersten Mal probiert, als ich für die Dreharbeiten von "Die drei Musketiere" in München war. Nur einige Maß - geschmeckt hat's sehr.

In "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" metzelt Bard reihenweise Orks nieder. Ist man als Schauspieler immer so glücklich damit, wenn der Realismus im Vergleich etwa zu "Game of Thrones" eher sachte angesetzt ist?

Luke Evans: Da habe ich noch nie so genau drüber nachgedacht. In der jeweiligen Szene ist man einfach nur froh, dass man sich zur Wehr setzen kann. Bard ist ein Charakter, der sehr viel mit seinen Händen macht: Sich ein Schwert schnappen, zu Pfeil und Bogen greifen - da hat er ein glückliches Händchen. Die Highspeed-Kampfszenen mit den als Orks verkleideten Stuntmen waren ein Mordsspaß. Wir haben ja nichts gefaked. Sie hatten Glück: Wenn ich sie bei einer Szene mit dem Schwert im Gesicht erwischt hab, traf es nur die Ork-Prothesen. Wenn ich aber was abbekommen habe - dann war's mein Gesicht. Und das ist einige Male passiert ... *streicht sich über's Kinn*

2017 werden wir Dich als den eitlen Gaston in der Neuverfilmung von "Die Schöne und das Biest" sehen. Was erfüllt Dich mehr: Den Helden zu spielen - oder den Schurken? 

Luke Evans: Beide Rollentypen sind eine Herausforderung. Ich genieße es, wenn ich einen Schurken spielen kann. Während es großen Spaß machen kann, einen geradeheraus bösen Charakter zu spielen, ist es doch die interessantere Variante, einen Charakter zu verkörpern, den das Publikum liebt, und der sich dann erst Stück für Stück zum Bösen wendet. Und so ist es auch bei Gaston: Anfangs ist er selbstverliebt, charmant und pompös im Auftreten - die Menschen mögen ihn. Aber irgendwann gerät er an seinen persönlichen Wendepunkt, der Neid erfasst ihn, er zerbricht daran - und wird regelrecht zum Monster. Als Handlungsbogen finde ich das sehr interessant.

Kam es schon einmal vor, dass Dich Menschen in der Straße angesprochen haben wegen etwas, dass Du im Film gemacht hast - vielleicht sogar böse auf Dich waren?

Luke Evans: Wütend nach dem Motto "Ich kann nicht glauben, dass Du das getan hast" war noch keiner. Die Menschen, die ich auf der Straße treffe, sind immer überglücklich. Am häufigsten passiert es, dass sie mich als Owen Shaw aus "Fast & Furious 6" erkennen, was bemerkenswert ist: Shaw ist schließlich einer meiner Bösewichter - ein "good badguy" sozusagen.

Was war der epischste Satz, den Du je vor einer Kamera gesprochen hast?

Luke Evans: Da gibt es gleich zwei: "Men do not fear swords...they fear monsters" aus "Dracula Untold" ist eine wundervolle Passage. Und aus "Der Hobbit" wäre der Dialog zu nennen: Alfred bedroht Bard: "We know where you live." Und Bard dreht sich herum und sagt nur: "It's a small town, Alfred. Everyone knows where everyone lives." 

Du hast einen starken Hintergrund als Sänger mit Rollen in den besten Musicals weltweit - doch dann zog es Dich irgendwann zum Film - stand dahinter der Wunsch, noch mehr zu werden?

Luke Evans: Ich würde nicht sagen, dass ich das hinter mir gelassen habe. Ich war im Theater sehr glücklich, dachte, das wäre mein Weg. Und es war auch ein Theaterstück, das mein Leben veränderte: "Small Change". Lange schon hatte ich ein Stück ohne Gesang machen wollen, deshalb hatte ich dem Casting-Chef einen Brief geschrieben. Während der Vorstellung sahen mich Agenten aus L.A. - so kam ich zum Film. Es öffnete sich regelrecht eine Tür zu einer Welt, von der ich überhaupt keine Ahnung hatte, dass sie mir einmal offenstehen könnte. Ich bin also nie davon weggegangen, ich habe es nur zur Seite gelegt und dafür etwas anderes getan.

Für Filme, in denen nur gesungen wird, stündest Du also zur Verfügung?

Luke Evans: Tatsächlich ist es so, dass wir bei "Die Schöne und das Biest" alle singen. Wir singen die alten Lieder aus der Zeichentrick-Vorlage von 1991. Ihr werdet mich singen hören: "No one fights like Gaston // Douses lights like Gaston...!"

Gibt es einen Albtraum aus der Kindheit, an den Du Dich noch erinnerst?

Luke Evans: Dass sich da ein Monster unter meinem Bett versteckt - das träumte ich andauernd. Aus Angst klemmte ich die Bettdecke unter meinen Füßen ein *lacht*

Danke für das Interview!

Luke Evans: Danke!

(Fotos: Hardt)

Die nächste Gelegenheit, Stars aus Fantasy-Titeln wie "Star Trek" oder "Star Wars" aus nächter Nähe zu sehen, bietet sich vom 21. bis 24. Mai: Dann steigt in Düsseldorf die diesjährige FedCon

Alle Fotos von der HobbitCon 2015

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