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Sonderausstellung im Wallraf

Die magische Anziehungskraft der gotischen Kathedralen

Großzügig betrachtet, ist die Vollendung des Kölner Doms Goethe zu verdanken: Er hat 1772 die Gotik als „deutsche Baukunst“ wiederentdeckt. Was das für Folgen in der Kunst hatte, zeigt jetzt die beeindruckende Ausstellung „Kathedralen – Romantik, Impressionismus, Moderne“ im Wallraf-Richartz-Museum. Und auch, was das für das deutsch-französische Verhältnis bedeutete – denn Frankreich ist das wahre Geburtsland der Gotik.

In Frankreich war es Victor Hugo, der 1831 mit seinem Erfolgsroman „Der Glöckner von Notre Dame“ den Blick wieder auf die Kunst der Gotik richtete – und damit die Pariser Kirche vor dem Zerfall rettete. So wie die Preußen sich für die Vollendung des Kölner Doms als nationales Symbol stark machten, die dann 1882 gefeiert werden konnte.

Für die Künstler der deutschen Romantik war vor allem die Kirchenbauten ein Symbol für Andacht und Sehnsucht. Nicht nur Caspar David Friedrich malte mystische Bilder, in deren Mittelpunkt nebelumwehte gotische Ruinen standen. Andere nahmen die Vollendung des Kölner Doms vorweg und platzierten ihn in eine idealisierte mittelalterliche Stadt.

Das sind die schönsten Kathedralen-Bilder:

In Frankreich waren es Claude Monet und Alfred Sisley, die in umfangreichen Bilderserien die Kathedralen von Rouen bzw. Moret als Studienobjekt nutzten und die Lichtspiele bei unterschiedlichem Wetter und Tages- und Jahreszeiten festhielten. Aus der 28-teiligen Serie von Monet konnte das Kölner Museums sich vier Meisterwerke ausleihen.

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Pablo Picasso und Paul Gaugin, Auguste Rodin und Max Ernst, Lionel Feininger und Ernst Ludwig Kirchner – nur einige der rund 100 Künstler, die mit 200 Arbeiten in dieser Ausstellung vertreten sind. 80 internationale Leihgeber trugen dazu bei. Und bis heute zieht die Gotik Künstler in ihren Bann. Roy Lichtenstein verwandelte den Kölner Dom in Comic-Punkte, Andy Warhol in Glitter-Grafiken.

Jüngste Kunstwerke sind ein Relief aus bemaltem Holz von Stephan Balkenhol, sonst eher durch lebensgroße Holzfiguren bekannt: Er verpflanzt den Dom in eine waldreiche Flusslandschaft. Ganz aktuell das Bild aus der Camera obscura des Künstlers Martin Streit, die noch vor kurzem auf dem Roncalliplatz stand. Und eine Kuriosität begrüßt die Ausstellungsbesucher im Foyer: der Kölner Dom, von Jürgen Bramigk aus Lego-Steinen gebaut.

Frankreich oder Deutschland als „Erfinder“ der Gotik – im 1. Weltkrieg fand dieser Streit seinen zerstörerischen Höhepunkt, als deutsche Truppen Reims bombardierten und dabei auch die dortige Kathedrale als französisches Nationalsymbol unter Beschuss nahmen. Davon zeugen eindrucksvolle Fotos und Zeichnungen. Im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft schuf der deutsche Imi Knoebel um 1980 neue Fenster für die Kirche – auch diese Entwürfe sind zu sehen.

Dass diese Ausstellung – eine Koproduktion mit dem Museum in Rouen – in diesem Jahr stattfindet, ist kein Zufall: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg. (js)

Kathedralen – Romantik, Impressionismus, Moderne– bis 18. Januar 2015, Wallraf-Richartz-Museum, Obermarspforte, Di-Fr 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr (außer an Feiertagen), Sa und So 11 bis 18 Uhr, Eintritt 13/8 Euro, Katalog 30 Euro

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