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Theaterpremiere

Das "Lied vom Tod" als ungebremste Parodie

“Spiel mir das Lied vom Tod” ist ein Western-Klassiker. Manche Filmfans haben ihn –zig Mal gesehen. Rafael Sanchez mindestens 250 Mal. Dass sich sein Leben mit dem der Leinwandhelden verwebt, verwundert da nicht. Darum geht es in “Rafael Sanchez erzählt”. Eine „hochkomische Mischung aus Melodram, Lügenmärchen und Hommage an Sergio Leones Kultwestern“ verspricht das Freie Werkstatt-Theater mit dieser Uraufführung und fügt noch eine Prise Volkstheater dazu. Am Ende wird das Versprechen zu fast 100 Prozent eingelöst: Langer Premierenbeifall.

Von Jürgen Schön

Kenntnisse des Vorbilds sind für den Genuss hilfreich, nicht aber Voraussetzung. Gewisse Western-Grundkenntnisse allerdings sollten schon da sein. Sonst entgeht der feine Witz, mit dem etwa das Pfeifen des Wüstenwindes eingesetzt wird, das Klappern der Pferdehufe oder – natürlich – die Dramaturgie eines Duells. Allein schon, wie die Eingangsszene aus “Spiel mir das Lied vom Tod” inklusive kargem Bühnenbild (Gerhard Seidel, Michael Mertins) nachgespielt und filmtechnisch auseinandergenommen wird, macht Schauspielern und Regisseur (Michael Mertins) alle Ehre.

Die Handlung des Films sei hier – ausnahmsweise – als bekannt vorausgesetzt. Bleibt die Geschichte Rafaels: Er sieht den Film erstmals mit fünf Jahren, er ist so beeindruckt davon, dass er daraus später immer wieder Parallelen zu seinem Leben zieht. Er verliebt sich schon als Junge in Juanita. Als sein Onkel erschossen wird, macht er sich auf die Suche nach dem Mörder. Juanita heiratet inzwischen einen anderen. Rafael trifft den Mörder, und dann – aber das darf hier nicht verraten werden.

Film und “richtiges Leben” werden durch die Schauspieler verbunden: Makke Schneider spielt “Mundharmonika” (alias Charles Bronson) und Rafael, Robert Oschatz den Killer Frank (Henry Fonda) und den Mörder Paco, Lisa Bihl die frühe Witwe Jill (Claudia Cardinale) und Juanita. Dann sind da noch Cheyenne, der Eisenbahntycoon Morton, einige tumbe Ganoven, der ermordete McBain und seine drei Kinder auf der einen und Mutter, Tante und Onkel auf der anderen Seite. Für diese Rollen hauptsächlich verantwortlich sind Linda-Moran Braun und Anna Hilgedieck.

Man merkt dem Quintett den Spaß an dieser Parodie an. Sie genießen den langsamen (Film-)Tod, die drastische Übertreibung, die Klamotte und den Kampf zwischen Gut und Böse. Allerding: Richtig böse sein – das fehlt ein bisschen. Auch kleinere Längen schleichen sich ein. Macht aber nichts: Der Bühnenspaß geht ungebremst auf das Publikum über.

“Rafael Sanchez erzählt: Spiel mir das Lied vom Tod” – weitere Termine: 8. Und 9.5., 8. Und 9.6., jeweils 20 Uhr, Freies Werkstatt-Theater, Zugweg 10, 50677 Köln, www.fwt-koeln.de, Karten: Tel. 02 21 / 32 78 17, E-Mail: fwt-koeln@t-online.de

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