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Gastspiel im Theater im Bauturm

"Das kunstseidene Mädchen" als One-Woman-Show

Ein junges Mädchen zieht aus der Provinz nach Berlin. Immer auf der Suche nach dem Glück, der Karriere – und dem richtigen Mann. Aus der Erzählung „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun hat Ursula Maria Schmitz ein facettenreiches One-Woman-Stück gemacht. Damit gastiert sie derzeit im Theater im Bauturm.

Von Jürgen Schön

Das Bühnenstück setzt ein, lange nachdem der Roman aufgehört hat: Das „kunstseidene Mädchen“ Doris hat zumindest eine kleine Bühnenkarriere gemacht und tingelt nun als „nicht mehr ganz junge“ Chansonette durch die Nachtclubs. Da sitzt sie nun in ihrer kargen Garderobe, und als ihr ein unbekannter Verehrer Rosen schickt, melden sich die Erinnerungen.

Ursula Maria Schmitz zeigt sich unter der Regie von Regisseurin und Ko-Autorin Cornelia Grünberg als einfühlsame und wandelbare Schauspielerin. Als Doris kostet sie alle Gefühlsschwankungen aus, die es zwischen der Trauer über die verpassten Gelegenheiten und der Freude gibt, wenn sie dem Schicksal mal ein Schnippchen schlagen konnte. Sie ist keck, kokett, niedergeschlagen, anlehnungsbedürftig, tricky, selbstbewusst.

Durch eine Live-Kamera, die das Gesicht der Darstellerin in Großaufnahme auf die Bühnenrückwand überträgt, erhält die „Lebensbeichte“ am Anfang eine große Intimität. Gebannt verfolgt das Publikum die Höhen und Tiefen auf dem Weg, sich als unabhängige Persönlichkeit zu behaupten, als Frau auch ohne Hilfe der Männer Karriere zu machen. Doch die Verhältnisse, die sind nicht so. Da ist die Wirtschaftskrise, die finanzielle Not. Und die Liebe, denn auch Frauen wollen manchmal nur „das Eine“. Auf der Bühne hat Doris übrigens den geklauten Pelzmantel gerettet. Und eine neue Liebe winkt.

Historische Filmaufnahmen im Hintergrund lassen das Berlin am Ende der Weimarer Republik wach werden, in dem der Roman spielt. Das Stück verkneift sich Modernisierungen, hält sich an den Originaltext – doch in seinen Träumen von (künstlerischer) Selbstverwirklichung wirkt es zeitlos aktuell.

Auch wenn es sich am Ende etwas hinzieht –unterm Strich stehen gute 100 Minuten Theatervergnügen.

„Das kunstseidene Mädchen“ – weitere Termine: 20. Und 21. Juni, jeweils 20 Uhr, Theater im Bauturm, Aachener Str. 24-26, 50674 Köln, www.theater-im-bauturm.de, Karten: Tel. 0221 / 52 42 42

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