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Artisten auf Angstkurs

Blut und Benzin im Zirkus des Horrors

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Akrobaten wie aus Gummi, Artisten an Fleischerhaken und Gruselatmosphäre statt fröhlichem Rummel: Der Zirkus des Horrros bietet tolle Artistik in schaurigem Ambiente. Und ist nichts für schwache Nerven.

Mit lustigen Clowns, niedlich dressierten Pudeln und nett zurechtgemachten Seiltänzerinnen hat der Zirkus des Horrors, der bis zum 26. Oktober auf dem Festplatz an der Gummersbacher Straße gastiert, herzlich wenig gemein. Der Clown des ungewöhnlichen Zirkus ist nicht lustig, sondern fies, keine niedlichen Tiere kommen vor und die Artisten am Seil sind entweder Zombies oder hängen blutüberströmt an Fleischerhaken.

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Die 1.200 Premierenbesucher, die am Eingang der zwei Zelte von Zombies empfangen werden, bahnen sich den Weg zur Manege und zu ihren Plätzen durch eine Art Labyrinth, durchzuckt von Stroboskopblitzen und mit künstlichen Spinnweben verhängt. Bevor man seinen Platz einnimmt, warten zunächst Buden mit Speisen, Getränken und Devotionalien - da unterscheidet sich der Horrorzirkus von keinem anderen. Allerding - düster ist das Ganze, flackerndes Licht und Kerzenschein sorgen für wenig Helligkeit.

Erstaunliches passiert in der Manege

Die Aufführung selbst ist eingebettet in eine Geschichte um Vampir Nosferatu und die schönen Camilla, welche - wie sollte es für einen Gruselzirkus anders sein - sich nach der etwa zweieinhalbstündigen Vorführung selbst zum Vampir wandelt. In der Zwischenzeit aber passiert im Rund der Manege sehr Ansehnliches, akrobatisch und artistisch Hochwertiges. Und Dinge, die so mancher Zuschauer gar nicht mit ansehen möchte und bei denen er vor Schaudern seinen Platz verlässt.

John Cylla verbiegt, dreht und windet seinen Körper, als sei er aus Gummi. Der Kontorsionist aus Guinea lässt so manche Schlangenfrau aus einem chinesischen Zirkus alt aussehen. "Wie geht denn so etwas bloß?", fragt sich der erstaunte Zuschauer. Das, was Camilla mit den Hula-Hoop-Reifen anstellt, hat rein gar nichts mit dem zu tun, was man sich als Kind so zusammendrehte, da liegen Welten dazwischen.

Blut fließt

Faszinierend auch die Vorstellung Tutanchamuns, der in etwa zehn Metern Höhe auf Stühlen balancierend unglaubliche Körperbeherrschung zeigt. Deutlich mehr Action dagegen bei Kiminus & Belenus im Todesrad sowie bei der Stuntshow der Free Fighter, die das Zirkuszelt mit Motorenlärm, Flammen, fliegenden Motorrädern  und dem Duft von Benzin erfüllen - ein Applausgarant. Weniger Begeisterung bei so manchem über die derben und anzüglichen Scherze des Clown Maleficus; oft bleibt da der Humor im Halse stecken.

Kein Manegenrummel der gespenstischen Art, sondern vielmehr Qual, Schmerz und Pein zeigen die Norweger von Pain Solution. Lange, spitze Nadeln werden in Arm, Stirn und Wange gestochen. Fleischerhaken werden durch den Rücken gebohrt und dienen als Aufhängung, um hoch über dem Publikum hin und her zu schleudern. Blut fließt. Diese Darbietung will nicht jeder sehen, hält sich die Augen zu, der ein oder andere springt vom Sitz auf und macht sich zwischenzeitlich aus dem Staub. Tja, während die andere ausgezeichnete Zirkuskunst lediglich im Gruselgewand daherkommt, ist dies wohl der echte Horror.

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