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Neuauflage des Solidaritätsfestes

Birlikte 2015: Kürzer, aber mit genauso viel Programm

"Birlikte" – das türkische Wort für "Zusammen" wird ein weiteres Mal Namensgeber für ein großes Fest in Mülheim. Bei der Neuauflage am 14. Juni wird erneut mit zahlreichen Aktionen, Kunst und Musik Intoleranz und Rechtsextremismus die rote Karte gezeigt.

Mit einem großen Solidaritätsfest hatten an Pfingsten vergangenen Jahres rund 70.000 Menschen in Mülheim an den Nagelbombenanschlag erinnert, den die NSU am 9. Juni 2004 in der Keupstraße verübt hatte. „Das Fest war ein Glücksfall, nicht nur für Mülheim, sondern für die ganze Stadt“, erinnert sich Meral Sahin, Vorsitzende der IG Keupstraße, noch gerne an die dreitägige Veranstaltung. „Es hat dazu beigetragen, dass Selbstbewusstsein der Anwohner zu stärken und ihnen wieder ein positives Gefühl gegeben.“

Eindrücke von Birlikte 2014:

Geplant war das „Birlikte“-Fest ursprünglich als einmalige Veranstaltung. „Wir hatten in keinster Weise angedacht, damit in Serie zu gehen“, sagte Hermann Rheindorf von der AG Arsch huh. Doch angesichts der zahlreichen Demonstrationen von Pegida und Kögida, aber auch wegen des NSU-Prozesses, der noch lange nicht abgeschlossen ist, halten die Veranstalter – darunter auch die Stadt Köln, das Schauspiel Köln und die IG Keupstraße – eine Neuauflage für sinnvoll. 

„In einer bewegten Welt, in der viele auf die Straße gehen, ist es wichtiger denn je, dass die verschiedenen Gruppen und Religionen aufeinander zugehen“, sagte der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. „Der Gedanke und das Zusammengehörigkeitsgefühl von Birlikte lebt und muss auch weitergelebt werden.“ Das findet auch Musiker Stephan Brings und stellte klar: „Es ist wichtig zu zeigen, auf welcher Seite man steht.“

Birlikte 2: Neues Motto, größere Bühne

Die Neuauflage des „Birlikte“-Festes, die am 14. Juni stattfinden wird, soll dabei keine Wiederholung, sondern eine Weiterentwicklung werden, wie Stefan Bachmann, Intendant des Schauspiel Köln betonte. Das zeige auch das leicht veränderte Motto: Im letzten Jahr hieß dieses „Birlikte – Zusammenstehen“. Für 2015 wird es  „Birlikte - Zusammenleben“ heißen.

Und auch sonst werden sich im Vergleich zum Vorjahr einiges ändern. So dauert das Fest statt drei nur noch einen Tag. Auch eine Wiederholung des großen Open-Air-Konzerts werde es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben, sagte Konzertmanager Roland Temme, der beim letzten Mal deutsche und internationale Musik-Stars wie Udo Lindenberg oder die Fantastischen Vier für die Veranstaltung begeistern konnte. Dafür soll die Bühne auf dem Gelände von Bastei Lübbe vergrößert werden. „Statt 2.000 können dann vielleicht 4.000 oder 5.000 Menschen dort stehen“, so Temme.

Doch das Grundkonzept von Birlikte bleibt auch 2015 erhalten. So laden die Stadt Köln, die Bewohner der Keupstraße und zahllose Künstler und engagierte Promiente aus Politik, Funk und Fernsehen zum Zuhören, Diskutieren und Feiern ein. Im vergangenen Jahr gab es auf der Route vom Schauspiel Köln über die Schanzenstraße bis zum Ende der Keupstraße rund 30 Bühnen, aber auch Ladenlokale, Hinterhöfe und Spielplätze wurden bespielt. Insgesamt habe man 500 Künstler mit insgesamt 175 Veranstaltungen gezählt, so Schauspiel-Intendant Bachmann, der hofft daran anknüpfen zu können.

Keinen Plan B für schlechtes Wetter

Rheindorf ist von der Wirkung des Festes jedenfalls überzeugt. Die Keupstraße sei im Bewusstsein vieler lange Zeit ein Paradebeispiel einer Parallelgesellschaft gewesen. "Dieses Bild konnten wir mit "Birlikte" aufbrechen.", so Rheindorf.

Bei einer Sache sind die Veranstalter aber auch auf ein wenig Glück angewiesen: nämlich beim Wetter. Denn obwohl „Birlikte“ im vergangenen Jahr wegen des schlimmen Pfingst-Unwetters vorzeitig abgebrochen werden musste, gibt es für Sturm und Regen auch diesmal keinen Plan B. „Es wird einfach kein Wetterchaos geben“, ist sich Rheindorf sicher. „So viel Pech hat man keine zwei Jahre hintereinander.“ (cf)

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