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Sonnendurchflutete Landschaften und vergnügte Großbürger

Berliner Impressionisten im Käthe-Kollwitz-Museum

Bilder von Landschaften, die in der Sonne strahlen. Von großzügigen Villen. Von Menschen, die sich in Strandcafés und im Theater vergnügen. Auf den ersten Blick wollen diese Bilder so gar nicht in das Museum passen, das der sozialkritischen Künstlerin Käthe Kollwitz gewidmet ist. Wie beides dennoch zusammen gehört, zeigt die aktuelle Ausstellung „Berliner Impressionismus" im Käthe-Kollwitz-Museum.

Es ist die Zeit um 1900. Die deutsche Kunstwelt wird von Kaiser Wilhelm und dessen Vorliebe für den Pathos des Historismus beherrscht. Neue Strömungen werden gnadenlos wegzensiert. So gründen vor allem die Künstler, die vom französischen Impressionismus begeistert sind, „Secessionen", Abspaltungen von den offiziellen Kunstorganisationen.

In Berlin versammeln sich um das „Triumvirat des deutschen Impressionismus" - Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt - viele andere Künstler. Mit ihren Werken erobern sie sich schnell ihren Markt. Denn das gehobene Bürgertum liebt die Bilder, in denen sein Alltag so wunderbar und leicht wiedergegeben wird.

Und was hat das mit Käthe Kollwitz zu tun? Sie lebte in diesem künstlerischen Umfeld, schätzte ihre Kollegen und wurde von diesen geschätzt. 1901 wird sie selber Mitglied in der „Berliner Secession", die als erste Künstlerorganisation auch Frauen zulässt, gehörte für wenige Jahre dem Vorstand einer Nachfolge-Organisation an. Schließlich: Entscheidend für die Zulassung zu einer Secessionsausstellung war allein die „Stärke des individuellen Ausdrucks" - und davon hatte Kollwitz jede Menge zu bieten. Was Wilhelm II. nicht erkennen wollte.

Die Ausstellung zeigt 62 Bilder und 3 Plastiken - alle aus dem Bestand der Nationalgalerie Berlin - von 26 Künstlern: Ein faszinierender Überblick über die große Dynamik und die Vielfalt der damaligen Berliner Kunstwelt. Ein umfangreiches Begleitprogramm ermöglicht tiefere Einblicke.(js)

Berliner Impressionismus" - 26.1.2014, Käthe-Kollwitz-Museum Köln, Neumarkt 18-24, 50667 Köln,
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa, So und feiertags 11-18 Uhr, Eintritt: 4/2 Euro, Katalog 20 Euro

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