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Paul McCartney in der Arena

Beatlemania in Köln

Von Fabian Wahl

Köln (dapd-nrw). Paul McCartney liebt den großen Auftritt: Erst als das Licht ausgeht, besteigt er die Bühne. Die Fans schreien, rennen direkt in die erste Reihe. Mit erhobenem Zeigefinger geht er zum Mikrofon und stimmt gleich den ersten Beatles-Klassiker an - "Hello Goodbye". Beim einzigen Deutschlandkonzert seiner "On The Run"-Tour versprüht McCartney einen Hauch von "Beatlemania" in der ausverkauften Lanxess Arena in Köln. Die 15.000 Fans danken es ihm mit selbst gebastelten Plakaten, Jubelrufen und Tanzeinlagen.

Ein "Sir" trägt Anzug, einen Anthrazitanzug - und zwar bis obenhin zugeknöpft. "Hallo, mein liebes Publikum", ruft McCartney von der Bühne und lächelt spitzbübisch. Sein akzentbetontes Schuldeutsch und seine Zurückhaltung machen ihn sympathisch.

McCartney wechselt zwischen Beatles-Hits wie "All My Loving", "Ob-La-Di, Ob-La-Da" oder "All The Lonely People" und seinen eigenen Songs. Beim ruhigeren "Let Me Roll It" färbt sich der Hintergrund rot. Zu "Dance Tonight" greift er zur Ukulele. Im Hintergrund leuchten alte Musikvideos oder Fotos aus den großen 60ern. Ein Mal erscheint das Konterfei von US-Präsident Barack Obama, ein anderes Mal ist es die Milchstraße. Bei "Drive My Car" fahren alte Autos im Hintergrund Rennen.

Der Star im Rampenlicht

Bei der Ballade "Blackbird" steht er plötzlich alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne. Nur ein einziger Scheinwerfer setzt ihn ins Licht. Im Hintergrund leuchtet der Vollmond, in der Halle ist es vollkommen still. Einige Songs spielt er an diesem Abend das erste Mal in Deutschland, wie er immer wieder ankündigt.

Die Bühne kommt eigentlich ohne große Effekte daher. Mit einer Ausnahme: Zum James-Bond-Lied "Live And Let Die" knallt es, und meterhohe Stichflammen umringen die Bühne. McCartney ist der Star, seine Bandmitglieder fallen gar nicht auf. Doch auch eins wird klar: Der Frauenschwarm von einst hat nun das Rentenalter erreicht. Sein Bewegungsradius umfasst im Durchschnitt etwa fünf Meter. Drei Schritte nach vorne, drei zurück: Das reicht dem 69-Jährigen aus Liverpool.

McCartney kommt ganz schön ins Schwitzen. Nach den ersten fünf Liedern legt er sein Jackett ab, krempelt sich die Ärmel hoch, zeigt seine Hosenträger. Zur Ballade "The Long And Winding Road" setzt er sich hinter den schwarzen Flügel - und bleibt gleich für eine Handvoll Songs sitzen. Artig bedankt er sich mit einer Verbeugung für den lang andauernden Applaus.

Musikalische Zeitreise

Nach flotten Liedern stemmt er eine seiner unzähligen Gitarren in die Höhe oder nickt in Richtung Publikum. Im wippenden Gang spaziert er über die Bühne, ballt die Faust oder hebt den Zeigefinger nach oben. Es ist eine Reise durch sein musikalisches Leben: "Back In The USSR" darf an diesem Abend genauso wenig fehlen wie "A Day In The Life". Dazu kommen "Hey Jude" und "Let It Be".

Der eigentlich bestuhlte Innenraum verwandelt sich zu einer schunkelnden Masse. Die Fans sind wie McCartney älter geworden. Trotzdem stehen auf den Plakaten anrüchige Sprüche wie "Please Paul Sign My Arm" ("Bitte unterschreib auf meinem Arm") oder "Please Hug Your Biggest Fangirl" ("Bitte umarme Deinen größten weiblichen Fan"). Herzchen schweben in der Höhe.

Wenn McCartney in die Saiten greift, dann funkelt an der linken Hand ein Ehering. Es ist mittlerweile sein dritter. Erst vor knapp zwei Monaten hatte er der US-Unternehmerin Nancy Shevell das Ja-Wort gegeben. Das scheint ihn bei seinem mehr als zweieinhalbstündigen Gastspiel in Köln zu beflügeln. Eine Pause macht er jedenfalls nicht.

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