Geisterzug 2013

Aus der Spuk für den Geisterzug?

Traditionell ziehen am Karnevalssamstag beim Geisterzug Gespenster, Hexen, Zombies und andere Horrorgestalten durch die Domstadt. Doch laut Ordnungsamt könnte es 2013 wie schon im Vorjahr wieder eng werden für den Kölner Geisterzug.

Seit Jahren eifern Kölner beim Geisterzug statt Kamelle und Strüßjer, Bützje von Hexen, Vampiren und Gespenstern hinterher. Die schaurige Alternative zu den herkömmlichen Karnevalszügen hat es allerdings nicht leicht. Bereits 2012 mussten die Veranstalter "Ähzebär un Ko." den Umzug absagen, da sie nicht in der Lage waren, die Kosten neuer Sicherheitsauflagen aufzubringen. Und auch in diesem Jahr scheint der Geisterzug noch nicht in trockenen Tüchern zu sein.

Ordnungsamtsleiter Robert Kilp sagte gegenüber koeln.de, dem Ordnungsamt liege derzeit noch kein Antrag auf Genehmigung des Geisterzuges vor, der in drei Wochen von der Äußeren Kanalstraße aus über Venloer Straße und Ehrenstraße bis zur Breite Straße ziehen will. Dieser sei aber dringend notwendig, um mit Feuerwehr und Polizei Sicherheitswege und ein Verkehrslenkungs-Konzept für den Zugweg zu erstellen.

Zudem laufe die Zeit davon, da das Ordnungsamt auch für die Genehmigung der zahlreichen Umzüge in den Stadtteilen zuständig ist und es bald rein zeitlich nicht mehr möglich sei, einen Antrag des Geisterzuges zu bearbeiten. Bereits Mitte Dezember habe das Ordnungsamt erfolglos versucht mit dem Veranstalter Kontakt aufzunehmen, sagte Kilp. Bislang seien aber alle Kontaktversuche mit Hermans vergeblich gewesen. Auch für koeln.de war Hermans bislang nicht erreichbar.

Kilp ist sich jedoch sicher, dass der Veranstalter nur aufgrund der finanziellen Probleme noch keinen Antrag gestellt habe. Das bestätigt auch ein Spendenaufruf auf der Internetseite des Geisterzuges. In dem Aufruf sprechen die Veranstalter private Spender und Sponsoren an, sich an der Finanzierung des Zuges zu beteiligen, da diese immer noch nicht gesichert sei.

Ein entscheidender Kostenfaktor scheint dabei die beauftragte Sicherheitsfirma zu sein. Wie die Kölnische Rundschau berichtet, appelierte Initiator Erich Hermans jetzt an das Ordnungsamt, "das mit dem Sicherheitskonzept nicht ganz so eng zu sehen". Im Vorjahr wurde das vom Geisterzug beauftragte Sicherheitsunternehmen vom Ordnungsamt nicht anerkannt, die zu hohen Kosten für die Sicherheit ließen den Zug schließlich ausfallen. Ein Wechsel zu einer anderen Sicherheitsfirma würde aber die Kosten des Geisterzuges auf 15.000 Euro verdoppeln, dagte Hermans der Rundschau.

Robert Kilp hofft trotz allem, dass der alternative Karnevalszug in diesem Jahr noch zustande kommt: "Eigentlich will ja jeder, dass der Geisterzug stattfindet."

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