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Punk-Ikonen in der LMH

30 Jahre Bad Religion - Songstakkato im Saunabereich

Eine laute und tumultartige Geburtstagsparty in der Sauna: So war das Kölner Konzert der Punkurgesteine Bad Religion, die zum 30-jährigen Bandjubiläum die brechend volle Live Music Hall in ein tobendes Dampfbad verwandelten.

Von Helmut Löwe

Seinen 30. Geburtstag feiert man gerne mit vielen Leuten, auch wenn's in den Räumlichkeiten arg eng wird. Da machen die US-Amerikanischen Punkrockikonen Bad Religion keine Ausnahme: Beim Konzert zum Bandjubiläum der Hardcore-Urgesteine platzte die Kölner Live Music Hall am Montagabend aus allen Nähten.

Bildergalerie: Bad Religion in der Live Music Hall

Locker hätten man all jene, die sich in der Konzerthalle pferchten und jene, die ohne Ticket vergeblich um Einlass heischten, ins E-Werk verfrachten können. Oder sogar ins Palladium. So aber schuf wahnwitziges Gedränge in einer übervollen Live Music Hall eine Konzertatmosphäre der besonderen Art - das Saunaticket war mit inbegriffen. Trotz der Enge und der Hitze ließ sich das Publikum die ausufernd gute Stimmung nicht verderben und feierte das Quintett, das momentan ohne seinen Gitarristen und Songschreiber Brett "Mr. Brett" Gurewitz tourt, ausgiebig nach jedem Song.

Und bei der Kürze der Bad-Religion-Titel gab es aufgrund der Länge der Setlist auch reichlich zu feiern - feuert die Truppe um Sänger Greg Graffin seine Hochgeschwindigkeitssongs doch beinahe im Zweiminutenstakkato ab. Wer aber nun glaubt, in zwei Minuten Songlänge könne man außer musikalisch loszubrettern inhaltlich nicht viel von sich geben, liegt bei Bad Religion falsch: Der Akademiker, Doktor und Uni-Dozent am Mikrofon verbaut in den zeitlich knappen Titeln reichlich politisch und sozialkritisch motivierte Lyrik. Und wenn man dazu pogen kann, lässt man sich das nicht zweimal sagen.

Intellektuelle Lyrik in Hochgeschwindigkeit

So kam es, dass vor der Bühne ein tumultartiges Treiben herrschte: Köpfe waren dort, wo sonst Füße ihren Platz haben und Beine flogen dort herum, wo man üblicherweise Köpfe vermutet. Ein wildes Drunter und Drüber, so wie es sich für ein stimmungsvolles Punkkonzert gehört. Nichtsdestotrotz hatte das Publikum Zeit für ein kurzes Geburtstagsständchen: das "Happy Birthday" der Fans beendete Graffin süffisant mit "dear grandpa" und kokketierte mit dem Alter der Musiker, das so langsam auf die 50 zugeht und damit weit über dem der meisten anwesenden Fans liegt. 

Zwar haderte Graffin damit, dass es am Vortag Schwierigkeiten gab, das Amphi Festival zu besuchen, doch hatte er - und der ein oder andere Fan sicherlich auch - gute Erinnerungen an Köln: "Does anybody remember the Rose Club?", fragte er in die Runde, sich wohlwollend an die ersten deutschen Konzerte Bad Religions 1989 und 1990 in dem winzigen Club an der Luxemburger Straße erinnernd. Denn so manche der Songs, die am 26. Juli 2010 in nicht zu großer Lautstärke und ordentlich abgemischt aus den Boxen schallte, stand bereits vor 20 Jahren auf dem Programm: "No Control", "Do What You Want" oder "Flat Earth Society" spielten Bad Religion bereits am 6. Juli 1990 in der Domstadt. Und die Tatsache, dass uralte Songs auch heute noch bestens ankommen, zeigt, dass die Musik Bad Religions zeitlose Güte aufweist.

Setlist:

- Do What You Want
- Overture
- Sinister Rouge
- We're Only Gonna Die
- Recipe For Hate
- Flat Earth Society
- Before You Die
- A Walk
- How Much Is Enough?
- No Control
- Requiem For Dissent
- Sanity
- Atomic Garden
- New Dark Ages
- Man With A Mission
- Suffer
- Germs Of Perfection
- No Direction
- Los Angeles Is Burning
- I Want To Conquer The World
- Along The Way
- Fuck Armageddon... This Is Hell
- Generator
- Infected
- American Jesus
---------------
- 21st Century (Digital Boy)
- Sorrow
- Punk Rock Song

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