Vincent van Gogh
"Ein Paar Schuhe" zu Gast in Köln
Verschlissen, zerbeult und ausgelatscht, so sehen die wohl meist diskutierten Schuhe der Kunstgeschichte aus: Ein Paar schwarze Stiefel, 1886 von Vincent van Gogh in Paris gemalt. Nicht wissend, welchen intensiven philosophischen Diskurs er damit entfachen würde. Das Wallraf-Richartz-Museum zeigt das Gemälde vom 18. September bis zum 31. Januar 2010.
Philosophen und Kunsthistoriker streiten sich bis heute anhand des Bildes über die Funktion von Kunst, den Nutzen der Interpretation und die Natur des Seins. Den Anfang machte 1936 Martin Heidegger, der das Bild in Amsterdam gesehen hatte, mit seinem Essay "Der Ursprung des Kunstwerkes".
In den darauf folgenden Jahren bezogen Wissenschaftler wie Meyer Schapiro, Jacques Derrida, Ian Shaw und Stephen Melville zu den Schuhen van Goghs Stellung.
Das Wallraf widmet nun diesem einen Gemälde eine ganze Ausstellung, um die spannende wissenschaftliche Auseinandersetzung für jedermann zu öffnen. In einem eigenen Ausstellungsraum zeigt das Museum "nur" das einen Bild von van Gogh. Flankiert wird es durch eine didaktische Aufbereitung des kunst- und kulturhistorischen Diskurses, der die komplexe Materie gut verständlich erklärt. Nach dem Studium von Text und Bild werden die Besucher die Kunst mit anderen Augen sehen.
(Erstellt am 16. September 2009 - 13:04 Uhr; aktualisiert 20. Januar 2010 - 12:23 Uhr)
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Kommentare
Kunst ist geschmackssache
Kunst ist geschmackssache und mir gefällt das Bild aber eine Ausstellung um ein einzelnes Stück Kunst zu weben ist doch etwas absurd.









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