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Kunstmesse bis Sonntag

Art Cologne: 200 Galerien zeigen Arbeiten von über 1.000 Künstlern

Sie wurde 1967 als erste Messe für zeitgenössische Kunst ins Leben katapultiert. Jetzt erlebt die Art Cologne ihre 46. Auflage. Rund 200 Galeristen aus aller Welt präsentieren ab Mittwoch fünf Tage lang die Arbeiten von weit über 1.000 Künstlerinnen und Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts: Malerei, Zeichnungen, Grafiken, Plastiken, Fotos, Videos und Installationen geben einen bunten Überblick, der von der etablierten Klassischen Moderne bis zur “atelierfrischen” Kunst von heute reicht.

Es ist für jeden Geldbeutel etwas dabei, allzu dünn sollte er allerdings nicht sein und schon einigen Tausendern Platz bieten. Mit 3 Millionen Euro zählt Ernst Ludwig Kirchners Gemälde “Weg zur Staffel” bei Henze und Ketterer zu den teuersten Angeboten. Mit 2,8 Millionen nicht viel preiswerter ist ein Konvolut von 70 Fotos des Kölner Fotografen August Sander (Galerie Johannes Faber). Der Zyklus seiner Menschenporträts wurde 1963 bei der photokina gezeigt, es war Sanders letzte Ausstellung.

Bildergalerie: Eindrücke von der Art Cologne

Für schlappe 350 Euro erhält man bei der Kölner Galerie Desaga eine Spiegelglasversion des Kinder-Papierfaltspiels “Himmel und Hölle”, das hier “Gesetzt den Fall” heißt. Hier gibt es auch schöne Zeichnungen von Frauke Boggasch ab 900 und Bilder von Robert Kraiss ab 1.000 Euro. Dazwischen gibt es eine Miniaturausgabe des rosa David von Hans-Peter Feldmann (20.000 Euro, bei Leo Koenig), dessen Großformat schon einmal vor dem Kölner Museum Ludwig stand, oder kleine Landschaften von Christopher Lehmpfuhl (4.500 Euro, bei Ludorff), der die Farbe gleich zentimeterdick auf die Leinwand drückt.

Zwei abstrakte Farbkompositionen von Günter Förg – Acryl auf Blei – für je 25.200 Euro hatten schon vor der offiziellen Eröffnung einen Käufer gefunden. Doch Kunst ist ein diskretes Geschäft, weshalb auch nicht alle Objekte mit einem Preisschild versehen sind. Runde Preise sind üblich, da fällt die genaue Umrechnung der glatten chinesischen Preise in Euro auf: Ein klassenkämpferischer Pepsi-Trinker kostet dann beim Pekinger Ullens Center eben 3.864 Euro und nicht glatte 32.000 Renminbi.

Seit Daniel Hug die Messe vor fünf Jahren als Direktor übernahm, er sie neu ausrichtete und vor allem die Ausstellerzahl schrumpfte, hat die ArtCologne wieder Fahrt aufgenommen, kann sich jetzt wieder – nicht zuletzt durch die Aufgabe der Berliner Konkurrenz – als Marktführer in Deutschland behaupten. Als Beweis nennt Hug prominente Galerien, die erstmals dabei sind, etwa David Zwirner (New York) oder Roslyn Oxley9 (Sidney).

Aber auch bekannte Rückkehrer sind in diesem Jahr wieder dabei. Zum Beispiel Hans Mayer (Düsseldorf), Karsten Greve (Köln, Paris, St.Moritz) oder die Grand Old Dame Annely Juda aus London. Zu ihnen gehört auch Harry Tybke mit seiner Leipziger Galerie “Eigen + Art”. “Die Sammler reisen nicht mehr so viel, man muss ihnen entgegen kommen”, begründet er seine Rückkehr nach Köln und verweist auf das nahe Ruhrgebiet, wo viele Sammler säßen. Als “Schnäppchen” preist er Grafiken von Neo Rauch an, schon ab 3.600 Euro sind sie zu haben. Oder Ryan Mosley als Star von morgen: Gemälde ab 5.000 Euro.

Schon seit 1980 gibt es das auch mit staatlichen Geldern finanzierte Förderprogramm “New Positions”, in diesem Jahr werden in diesem Rahmen 23 “junge Talente” vorgestellt. Das Programm für junge Galerien heißt in diesem Jahr “New Contemporaries”: 44 junge Galerien stellen hier auf einem Platz konzentriert aus. Neu ist auch Zusammenarbeit mit der New Yorker Dealers Alliance – kurz NADA. Hier präsentieren 33 internationale Galerien – darunter – auch deutsche – unabhängig ihre hierzulande meist unbekannten Künstler aus.

Der mit 10.000 Euro dotierte ArtCologne-Preis geht dieses Jahr an Anny De Decker, die von 1966 bis 1976 die Antwerpener Galerie “White Space” leitete. Sie stellte viele Künstler aus, die damals erst am Anfang ihrer Karriere standen, so Bruce Nauman, Dieter Roth, Christo, Günther Uecker oder Andy Warhol. Der Badische Kunstverein in Karlsruhe erhält den “ADKV-ARTCologne Preis für Kunstvereine 2012” (8.000 Euro).(js)

Mehr Informationen: www.artcologne.de

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