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"Anna Bolena" im Palladium

Zwei Frauen und ein grausamer König

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Mit "Anna Bolena" von Donizetti startete die Kölner Oper in die Nach-Karnevalssaison. Das Premierenpublikum im "Palladium" erlebte herausregende Sängerinnen, ein überzeugendes Gürzenich-Orchester, allerdings auch eine wenig inspirierte Inszenierung.

Schon das Bühnenbild irritiert: Rechts ein Blick in Schloss Windsor Heinrichs VIII. mit einer großen Hoztreppe, rotem Teppich und königlichen Porträts an roten Wänden, links ein weißer Kasten, der einen Saal im Palast darstellt, in seiner Kahlheit aber so wirkt, als wären die Bühnenbildner nicht rechtzeitig fertig geworden.

Wenn dann die beiden Protagonistinnen auftreten, Königin Anna Bolena meist ganz in Weiß, ihre Rivalin Giovanna Seymour ganz in Rot, ahnt man, dass Bühnenbildner und Regisseure Tobias Hoheisel und Imogen Kogge diesen Gegensatz von weißer Unschuld und rotem Laster auch im der Bühnenaufbau widerspiegeln wollte. Diese Rot-Weiß-Malerei ist aber etwas wenig für eine Aufführung von dreieinhalb Stunden Dauer (inkl. einer Pause).

Die Kostüme und ein Schreibtisch, an dem Staatsgeschäfte erledigt werden, siedeln das Geschehen eher in der Gegenwart als im England des 16. Jahrhunderts an, leider bleibt auch das nur dekorativ und ohne Konsequenzen für das Bühnengeschehen.

Dass der Abend dennoch zum Genuss werden kann, verdankt sich der Belcanto-Musik Donizettis, vom Gürzenich-Orchester unter Alessandro De Marchi exzellent gespielt, und vor allem den Sängerinnen Olesya Golovneva als "Anna Bolena" und Regina Richter als "Giovanna Seymour".

Die beiden Frauen stehen im Mittelpunkt einer hochdramatischen Story: König Heinrich VIII. ist seiner Frau Anna Bolena überdrüssig und will die Hofdame Giovanna Seymour zu seiner Königin machen. Er inszeniert ein Wiedersehen Annas mit ihrem früheren Verehrer Lord Percy, konstruiert daraus einen Ehebruch, der ein Todesurteil rechtfertigt. Das wird vollstreckt, obwohl sogar Seymour um Gnade bittet.

Hinter den starken Frauen, zu denen auch noch Katrin Wundsam als "Smeton" zu zählen ist, treten die Männer dieser Aufführung etwas zurück.  Bass-Bariton Gidon Saks gibt den König als gnadenlosen Tyrannen, Tenor Luciano Botelho als "Lord Percy" und Bass-Bariton Mattias Tosi als "Lord Rochefort" komplettieren die männlichen Hauptrollen.

Das Publikum spendete freundlichen Beifall.

Nächste Termine: 24./28. Februar,3./6./8./10. März.

Weitere Informationen auf der Website der Oper Köln.

 

 

 

 

 

 

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