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Open Air in Bonn

43 Bands und 170.000 Fans bei der Rheinkultur

170.000 Zuschauer und sonnig, heißes Sommerwetter haben die 27. Rheinkultur am Samstag zu einem tollen Musikfestival in der Bonner Rheinaue werden lassen. Beeindruckende Auditorien bei den Headlinern und schon überdurchschnittlich gut besuchte Shows am Nachmittag waren die Folge. 43 Bands, unter anderem Selig, No Use For A Name und Culcha Candela, heizten den Zuschauern zusätzlich zu den warmen Temperaturen ein.

„Wir haben kaum einen Musiker gesehen, der nicht mit fettem Grinsen von der Bühne kam, weil ihn das gerade Erlebte nicht beeindruckt hat“, resümierten die Veranstalter zufrieden beim Festival der Comebacks: Die deutsche Band Selig kehrten 15 Jahre nach ihrem ersten Rheinkulturauftritt in die Rheinaue zurück und brachten "deutschen Grunge" auf die blaue Bühne. Die Selig-Musiker grinsten sich zufrieden an, Sänger Jan Plewka erging sich ein ums andere Mal in gewöhnungsbedürftigen "Ihr seid alle schön"- und "Gebt mir Fünf"-Huldigungen ans Publikum.Die Band war zufrieden - die Zuschauer auch.

Bildergalerie: Die Bands der 27. Rheinkultur

Bildergalerie: Die Besucher der 27. Rheinkultur

Auf der „Singer-/Song-Writer-Bühne“, der grünen Bühne, feierten Virginia Jetzt ihr Comeback nach einjähriger Konzert-Abstinenz. Die Brandenburger überzeugten aber eher mit ihren alten Hits, als mit ihren neuen, nicht so eingängigen Liedern des bald erscheinenden Albums. Mit sanften Klängen huldigten Get Well Soon melancholischem britischen Indiesound, wie ihn in den 80er Jahren And Also The Trees par excellence zelebrierten. Dabei machten die Schwaben mit Underworlds "Born Slippy" auch vor Electroklassikern nicht halt: Der Riesenhit aus den 90er Jahren kam im Gitarrenbett mit Violinenüberzug erstaunlicherweise überaus ansprechend daher.

Von guten Jungs von nebenan und Crowdsurfern

Sie sehen aus wie die guten Jungs von nebenan, sind mit blauem Hemd und Stoffhose der Traum einer jeden Schwiegermutter - doch ihre Musik will so gar nicht zum schnieken Outfit passen: Die Baddies aus England mischten eindringlich und heftig britischen Indierock mit kräftigem Tempo aus der Punkecke. Zur gleichen Zeit machte der Montreal-Schlagzeuger vor der roten Bühne einen Crowdsurfausflug quer duch die Publikumsreihen hin zum Getränkestand in 200 Meter Entfernung. Das große Schild an der Bühne "Crowdsurfen verboten" wurde dabei vom Deutschpunk und seiner Eskorte gründlich missachtet.

Die Shows der Topbands wurden ausnahmslos abgefeiert wie Könige bei der Krönung. Culcha Candela waren der erste Headliner auf der Blauen Bühne, der ohne Backingband antrat, und haben gezeigt, dass es auch mit einer coreographierten Show geht. No Use For A Name fühlten sich auf der roten Bühnen “treated like royalty”. Die Skatepunker entfachten ein regelrechtes Tohuwabohu vor der Bühne - zwischendurch legten die Kalifornier einen kurzen Stop ein: Verletzungsgefahr im Moshpit zwang zur Publikumsberuhigung.

"Bier is' alle"

Die Hitze des Tages und der kaum enden wollende Zuschauerandrang führten bei so manchem Bierpilz zum Exitus: Während der Auftritte der Headliner auf den beiden Bühnen vermeldeten mehrere Getränkestände zum großen Unmut der Fans: "Bier is' alle". Der Mangel an Alkohol tat der Stimmung vor den Bühnen allerdings keinen Abbruch.

Die Festivalorganisation zeigte sich zufrieden über die Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden, Ämtern und Sanitätsdiensten. Die Einsätze des Deutschen Roten Kreuzes seien unterdurchschnittlich gewesen. „550 Behandlungen – darunter auffällig wenige alkoholbedingte – vor Ort und 45 Transporte liegen weit unter dem, was seitens des DRK bei diesen Temperaturen und Menschenmassen erwartet wurde“, so die Veranstalter.

Leicht verbesserungswürdig die Abreise mit dem öffentlichen Nahverkehr. Vor allem am Bonner Bahnhof mussten hunderte Zuschauer lange an den Gleisen ausharren. Ausgefallene Züge sorgten für richtig Gedränge an den dann noch verspätet fahrenden Bahnen. Lange Wartezeiten auch ein einigen Bierständen in der Bonner Rheinaue. Ansonsten ein gelungenes Umsonst- und Draußen-Festival, das seinesgleichen sucht. (hl, sar)

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