Landschaftsplan

Verwaltung plant Grillverbot am Rheinufer

Sommerlicher Grillspaß adé? Die Kölner Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, ein generelles Grillverbot am Rheinufer zu erlassen. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses zeigten sich von dem Vorhaben nicht begeistert. Auch den Grillfans unter den Kölnern dürfte das Vorhaben mächtig gegen den Strich gehen.

Das Thema Grillverbot versteckte sich hinter dem Tagesordnungspunkt 6.3 der Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend (13. Dezember) mit dem Titel: "Fortschreibung des Landschaftsplans der Stadt Köln". Darin spricht die Verwaltung von einem "zunehmend beliebteren Grillen mit all seinen negativen Begleiterscheinungen" und schlägt ein generelles Grillverbot im Geltungsbereich des Landschaftsplans vor. Ginge es nach der Verwaltung, würde der Landschaftsplan, wonach es verboten ist auf Grünflächen Feuer zu machen (Verbot Nr. 17), um den Punkt "Grillen" erweitert, um Kölns Grünflächen noch intensiver zu schützen.

Mit einem Grillverbot stünden allerdings ein Widerspruch zwischen Landschaftsplan und Grünflächenordnung, nach der das Grillen auf den öffentlichen Grünflächen unter definierten Bedingungen zulässig ist (§ 9 der Grünflächenordnung). Deswegen plädiert die Stadt dafür, Ausnahmeregelungen (sogenannte "Unberührtheitsregelungen") zu entwerfen, die das Grillen im Geltungsbereich der Grünflächenordnung erlauben - das Rheinufer zählt aber nicht dazu.

Grillfans unter Kölns Politikern

Im Stadtentwicklungsausschuss scheinen allerdings ausreichend Politiker zu sitzen, die die Rechtslage nicht verkomplizieren und den Kölnern den sommerlichen Freizeitspaß erhalten wollen. Nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeigers sprach Ausschuss-Vorsitzender Karl Jürgen Klipper (CDU) davon, dass ein solches Vorhaben "nicht praktikabel" sei. Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz bemerkte, dass die Stadt Köln es begrüßen solle, dass die Bürger in der Domstadt bleiben und eben nicht in die Eifel oder ins Bergische Land führen, um ihren Grill auszupacken.

Am Ende der Diskussionen habe Joachim Bauer vom Grünflächenamt eingeräumt, dass man sich in einem frühen Stadium der Planung befinde und er daher dankbar für die klare Meinungsäußerung der Politiker sei, so der Stadt-Anzeiger. So besteht also noch Hoffnung für die Kölner Grillfans, dass das Verbot gar nicht erst eingeführt wird.

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