Abriss ab Februar

Tausend neue Wohnungen auf dem Clouth-Gelände

Liegt die Abrissgenehmigung pünktlich wie geplant vor, rücken Ende Februar auf dem Clouth-Gelände die Bagger an. Über 100 Jahre lang wurden hier in Nippes Gummi-Produkte hergestellt. Bis 2018 soll auf dem 14,5 Hektar großen Gelände eine neue Siedlung mit Gewerberäumen und rund 1.000 Wohnungen entstehen. Es ist damit eines der größten Bauprojekte in jüngster Zeit.

Grundlage für den Bau ist der Siegerentwurf eines Wettbewerbs, der 2004 entschieden wurde. 2009 wurde der Bebauungsplan beschlossen. Er sieht zwei Zugänge von der Xantener Straße, einen von der Riehler Straße vor. Zum ostwärts gelegenen Johannes-Giesberts-Park soll sich die Siedlung öffnen. Denkmalgeschützt ist der Eingangs-Kiosk an der Niehler Straße (Tor 2), das Eckgebäude Niehler/Xantener Straße sowie die Bachsteinfassade entlang der Niehler Straße. Erhalten werden soll die zentrale, 125 Meter lange Halle 17.

Federführend für das Projekt ist „moderne stadt“, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH, gegründet um die Stadtentwicklung voranzutreiben. Ihr gehört das Gelände seit Juni 2012. Der Nutzungsplan sieht eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Gastronomie und Kultur vor.

„moderne stadt“ wird zunächst 70 Wohnungen in eigener Regie bauen, dazu 24 Eigentum-Reihenhäuser am Südrand. 2015 sollen die ersten bezugsfertig sein. Das Wohnungsangebot soll nicht nur freifinanzierte hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen umfassen, sondern auch rund 250 öffentlich geförderte Wohnungen. 25.000 Quadratmeter sollen für Gewerbe bereit gestellt werden. Alle Gebäude werden an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Investoren gesucht

Für den Großteil der Bebaung werden noch Investoren gesucht. „Es gibt genug Interessenten für diese phantastische Lage“, sagt Bernd Streitberger, Geschäftsführer von „moderne stadt“, das reiche von großen Investoren bis zu Einzelpersonen. Mit dem Verkauf der Grundstücke finanziert „moderne stadt“ die eigenen Aktivitäten.

1996 hatten die ersten Künstler – am Ende waren es bis zu 60 – in den leerstehenden Hallen ihre Ateliers eingerichtet, dabei auch viel Geld in die Renovierung gesteckt. In der Zwischenzeit sind sie mehrfach auf dem Gelände umgezogen. 23 haben im Verein „Cap Cologne“ bis heute durchgehalten. Ihnen bietet die Stadt jetzt eine Halle in der Südwest-Ecke an der Niehler Straße an. Ob man sich allerdings auf eine kostengünstige Lösung einigen kann, muss noch verhandelt werden. Auch die Unternehmen, die noch Räume an der Xantener Straße gemietet haben, hofft man – wenn auch zu höheren Mieten – in die neuen Gewerberäume verlagern zu können.

35 Millionen Euro für Bodensanierung und Erschließung

Nach dem Abriss der alten Fabrikgebäude steht die Bodensanierung an. Es wird mit dem Umtausch von 100.000 Kubikmetern Boden gerechnet, gefährliche Altlasten soll es nach Probebohrungen nicht geben. Dies Arbeiten sollen etwa anderthalb Jahre dauern und – Erschließung inklusive – 35 Millionen Euro kosten. Bis die neue Siedlung fertig ist, dürften weitere 300 Millionen investiert worden sein, so Streitberger.

Am 28. Februar wird es für die Anwohner eine Veranstaltung geben, in denen über die Belastungen während der Bauzeit informiert wird. (js)

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Abriss ab Februar
Tausend neue Wohnungen auf dem Clouth-Gelände
Liegt die Abrissgenehmigung pünktlich wie geplant vor, rücken Ende Februar auf dem Clouth-Gelände die Bagger an. Bis 2018 soll auf dem 14,5 Hektar großen Gelände eine neue Siedlung mit Gewerberäumen und rund 1.000 Wohnungen entstehen. Es ist eines der größten Bauprojekte in jüngster Zeit.
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