RheinEnergie
TankE - Kölns erste Stromtankstelle
„Neuer Antrieb.“ Unter dieses Schlagwort hat die RheinEnergie ihre Aktivitäten rund um das Thema Elektromobilität gestellt. Am Freitag eröffnete sie ihre erste öffentliche Stromtankstelle am Contipark-Parkhaus Lungengasse nahe Neumarkt in der Kölner Innenstadt. An einer speziellen „Ladesäule“ können zwei Fahrzeuge gleichzeitig ihre Antriebsbatterien aufladen. Der für die Fahrzeugladung bereitgestellte Strom stammt aus Wasserkraft und ist somit klimaneutral.„Elektromobilität ist ein wichtiges Thema der nahen Zukunft“, sagte Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, bei der offiziellen Vorstellung der Tankstelle. „Gerade in Ballungsräumen und Innenstädten können batterie-elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu einem besseren Klima und zu einem besseren Lebensumfeld beitragen.“
Die RheinEnergie wolle ihren Beitrag dazu leisten, das Fahren mit Strom zügig voranzubringen. „Unsere öffentliche Tankstelle ist ein erstes sichtbares Zeichen dafür“, so Steinkamp.
Tanken per Handy
Die Stromzapfstelle wurde pfiffig „TankE“ getauft. Um dort elektrische Energie zu erhalten, ist eine einmalige Anmeldung über die Internetseite der RheinEnergie unter www.rheinenergie.com erforderlich. Ist diese erfolgt, können Fahrer von Elektroautos jederzeit Strom zapfen. Dafür erhalten sie einen Zugangscode fürs eigene Handy. Wer tanken möchte, schaltet die Ladesäule über Handy frei. An dieser öffnet sich eine Klappe, hinter der die verschiedenen Stromanschlüsse verborgen sind. Die „TankE“ kann alle derzeit vorhandenen Fahrzeugsysteme versorgen und ist auch für künftige standardisierte Steckersysteme gerüstet. Je nach Fahrzeug- und Batterietyp dauert der Ladevorgang unterschiedlich lange. Während des Ladevorganges ist die Klappe meist wieder geschlossen, um das versehentliche oder absichtliche Ziehen des Steckers zu verhindern.
Nach Berechnungen von Fachleuten kann Fahren mit Strom recht preiswert sein: Zwischen 30 und 50 Prozent lassen sich im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren einsparen. Bei einer „Tankfüllung“ für rund 150 Kilometer entstehen normalerweise nur einige Euro an Stromkosten. Dafür dauert das Tanken von Strom derzeit noch recht lange, in der Regel mehrere Stunden. Eine zweite Ladesäule steht exklusiv für zwei Stromautos der Firma Drive-CarSharing zur Verfügung. Dieses Unternehmen stationiert zwei elektrisch betriebene Pkw an der Lungengasse, die dann von den Drive-Kunden genutzt werden können.
In den kommenden Wochen und Monaten will die RheinEnergie an weiteren geeigneten Standorten Ladestationen eröffnen.
Die RheinEnergie engagiert sich beim Thema Elektromobilität auf mehreren Feldern: Sie selbst setzt bereits mehrere elektrisch betriebene Motorroller ein. Außerdem arbeitet sie gerade mit Partnern an einem Konzept, das Fahren mit Stromunterstützung auch für jedermann in der Freizeit attraktiv zu machen. Nähere Einzelheiten dazu soll es im März geben.
Modellregion Rhein-Ruhr
Vor allem aber ist sie Teil des Projektes „ColognE-mobil“ gemeinsam mit Ford, der Stadt Köln und der Universität Duisburg/Essen. Diese vier Partner sind Teil eines bundesweiten Projektes zur Förderung der Elektromobilität. In der „Modellregion Rhein/Ruhr“ geht es um Themen wie „City-Logistik“, also Nahbereichslieferung von Gütern. Und es gibt eine breit angelegte Begleitforschung. Die Aufgabe der RheinEnergie bei diesem Thema besteht darin, eine erste Lade-Infrastruktur im öffentlichen Raum aufzubauen und zu erproben. Es ist eine wichtige Aufgabe herauszufinden, welche Herausforderungen es beim Aufbau einer flächendeckenden Versorgung gibt. Fahren mit Strom soll so bereits in einigen Jahren Teil des normalen Lebens werden. Nach Hochrechnungen könnten bereits 2020 in Köln bis zu 15.000 rein elektrisch betriebene Autos rollen.
(Erstellt am 29. Januar 2010 - 21:32 Uhr; aktualisiert 29. Januar 2010 - 21:54 Uhr)
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