Drohender Baustopp

Gutachten listen über 2300 Mängel bei Moscheebau auf

Nachdem der Bauherr der Moschee, die Ditib, dem Architekten Paul Böhm vergangene Woche unter anderem wegen angeblicher Baumängel fristlos gekündigt hatte, sind nun zwei Gutachten bekannt geworden, die Einblicke in das Ausmaß der Probleme beim Moschee-Bau geben.

Laut Informationen der BILD-Zeitung listet ein Gutachten, das von der Ditib in Auftrag gegeben wurde, ganze 2.307 Mängel auf. Erstellt wurde es von Frank Arndt, der schon beim Bau des Weltstadthauses, der P&C-Filiale in der Innenstadt, mit seinem Gutachten für Aufsehen sorgte. Damals musste der Bau in Folge seiner Bewertung für anderthalb Jahre unterbrochen werden.

Ein zweites Gutachten soll vor allem Mängel an der 36,5 Meter hohen Kuppel der Moschee feststellen. Demnach sei die Betonüberdeckung an 51 Stellen zu dünn. Der Gutachter, ein Beton-Spezialist aus Köln, habe 32 weitere Fehler gefunden, so die BILD-Zeitung.

Droht ein Baustopp?

Böhm weist die Anschuldigungen gegen ihn zurück. Bei einer zu dünnen, sicherheitsgefährdende Betonüberdeckung der Kuppel hätte die Bauaufsicht einschreiten müssen. Das sei aber nicht geschehen. Alle angeblichen Mängel müssten in einem gerichtlichem Beweissicherungsverfahren festgestellt werden. Währenddessen könne die Moschee nicht weitergebaut werden, damit die Beweise nicht vernichtet werden. 

Die Ditib will die Öffentlichkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt über die Mängel informieren. Auch zu einem möglichen Baustopp hat sie sich noch nicht geäußert. Gegenüber dem Kölner Express gibt sich Orhan Gökkus, der beratende Architekt der Ditib, optimistisch: "Es wird keinen Baustopp und keine Verzögerungen geben. Alles läuft nach Plan."

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Kommentare

Eine Bauruine würde

Eine Bauruine würde sicherlich die Verfassung des Vereines widerspiegeln.

Scheibchenweise kommt heraus

Scheibchenweise kommt heraus wem der Verein bereits Geld schuldet. Soetwas kommt heraus wenn der Verein sich nicht einig ist. Hier haben sich einige Knikkerköpfchen wohl übernommen. Die grottenschlechte Informationsbereitschaft des Vereins spricht doch dafür, dass der Verein mehr als Geldsorgen hat. Trotz Finanzspritzen des Türkischen Staates bringt der Vorstand wenig hervor. Was den Bau angeht sollte das Bauamt der Stadt Köln zeigen was es bedeutet Informationen über angebliche Baumängel nicht weitergegeben zu haben. Der Verein handelt mit Sicherheit nicht im Namen der Gläubigen, die hatten sich im Vorfeld bereits nur zu einem Teil für die Moschee ausgesprochen.

Sollten tatsächlich so

Sollten tatsächlich so gravierende Baumängel festgestellt worden sein stellt sich die Frage warum der Verein nicht das Bauamt darüber informierte. Der Verein baut hier in der Bundesrepublik und nicht in der Türkei. Die Aussage dass es keinen Baustop geben wird kann ebenfalls nur die Hoffnung des Vereins sein, bestimmt wird das von einer anderen Instanz. Wenn der Verein bereits mit einer solch hohen Summe im Verzug ist, sollten die Baufirmen ihr Eigentum in Sicherheit bringen, damit es nicht in eine Konkursmasse des Vereins übergeht.

Die korrekte

Die korrekte Betonüberdeckung wird vom Statiker angegeben und vor dem betonieren überprüft, die Ausführung liegt in der Verantwortung der Rohbaufirma und der technischen Bauleitung, eine mangelhafte Ausführung kann man nicht dem Architekten anlasten.

Baufachmann

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