52-Jährige belästigt
Stalker zu Gefängnisstrafe verurteilt
Köln (ddp-nrw). Wegen Nachstellung hat das Kölner Amtsgericht am
Donnerstag einen 62-jährigen Mann für sechs Monate hinter Gitter
geschickt. Der Angeklagte hatte nach Justizangaben in den vergangenen
Jahren einer 52-jährigen Sonderschullehrerin mit seiner
aufdringlichen Art das Leben zur Hölle gemacht.
Die beiden waren vor Jahren für wenige Wochen befreundet gewesen. Als die Lehrerin die Beziehung dann jedoch beendete, hatte der Liebesterror des zehn Jahre älteren Mannes begonnen. Er schickte ihr rote Rosen, schüttete Blütenblätter vor ihrer Haustür aus, sandte ihr täglich Dutzende SMS und schrieb Hunderte Postkarten mit «poetisch-schwülstigen Gedichten», wie es der Amtsrichter im Prozess formulierte.
Obwohl die Pädagogin ein gerichtlich angeordnetes Kontaktverbot durchgesetzt hatte, war der aufdringliche Galan immer wieder vor ihrer Haustür und auch an ihrer Schule aufgetaucht. Wegen seiner Uneinsichtigkeit hielt der Amtsrichter daher eine Bewährungsstrafe - wie vom Ankläger beantragt - auch nicht mehr für angemessen. (Foto: ddp)
(Erstellt am 19. März 2009 - 15:56 Uhr; aktualisiert 19. März 2009 - 16:06 Uhr)
Schon gelesen?
Vorheriger Artikel: Stadtarchiv-Trümmer werden nach Kulturgütern durchsucht









Kommentar hinzufügen